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Gehaltslücke bei britischen Großbanken schließt sich nur langsam

Im britischen Finanzdienstleistungssektor sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen besonders groß - und daran hat sich zuletzt kaum etwas geändert. Das durchschnittliche Lohngefälle zwischen Männer und Frauen schrumpfte bis April 2020 lediglich um 0,4 Prozentpunkte.

Gender Pay Gap (Symbolbild) | Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke

Banken in Großbritannien machen einer Reuters-Analyse zufolge nur langsame Fortschritte beim sogenannten Gender Pay Gap - der Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen. Demnach schrumpfte das durchschnittliche Lohngefälle innerhalb eines Jahres bis April 2020 lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 33,4 Prozent. Reuters hatte die Daten zum Lohngefälle von 21 großen Finanzinstituten abgefragt.

"Es gibt eindeutig noch mehr zu tun", sagte ein Sprecher der Banken-Lobbygruppe UK Finance. Er fügte hinzu, viele ihrer Mitgliedsbanken hätten sich der "Women in Finance Charter" der Regierung verpflichtet.

Pflicht zur Offenlegung

Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern müssen in Großbritannien seit 2017 die Differenz zwischen Gehalt und Boni ihrer männlichen und weiblichen Mitarbeiter veröffentlichen. Sie erhielten letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie eine Schonfrist und hatten zusätzliche sechs Monate Zeit, um die Daten für 2019/2020 zu veröffentlichen. Einsendeschluss ist der 5. Oktober.

Im britischen Finanzdienstleistungssektor sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen besonders groß. Das wird häufig auf den Mangel an Frauen in leitenden Positionen zurückgeführt. Das größte geschlechtsspezifische Lohngefälle unter den von Reuters befragten Unternehmen hatte in dem Jahr bis April 2020 die US-Großbank Goldman Sachs - obgleich sich dort das Gefälle im Vergleich zum Vorjahr stärker verringerte als bei anderen Banken.

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