FinanzBusiness

Pleo wird zum Einhorn

Das Fintech sichert sich 150 Mio. Dollar frisches Kapital in einer Series-C-Runde und erlangt damit Einhorn-Status – bei einer Bewertung von 1,7 Mrd. Dollar. Angeführt wird die Investitionsrunde von Bain Capital Ventures und Thrive Capital.

Foto: Pleo

Pleo erhält in einer Series-C-Finanzierungsrunde 150 Mio. Dollar und damit Einhorn-Status. Das Geld für das 2015 gegründete Fintech aus Dänemark soll vor allem auch in die Expansion in Deutschland fließen. 

Mit dem Erreichen des Einhorn-Status ist die Zukunft mehr als vielversprechend.

Jeppe Rindom, Mitgründer und CEO, Pleo

"Unser bisheriges Wachstum ist ein Beweis für all unsere harte Arbeit. Aber auch die mehr als 17.000 Kunden, die unserem Produkt jeden Tag vertrauen, spiegeln wider, dass wir wirklich dabei sind etwas zu bewegen", sagt Jeppe Rindom, Mitgründer und CEO bei Pleo, in einer Mitteilung. "Mit dem Erreichen des Einhorn-Status ist die Zukunft mehr als vielversprechend."

Leadinvestoren aus Übersee

Leadinvestoren der Runde sind Bain Capital Ventures und Thrive Capital aus den USA, mitgezogen haben zugleich frühere Investoren wie Creandum, Kinnevik, Founders, Stripes und Seedcamp. Operative Folgen: Keri Gohman, langjährige Partnerin bei Bain Capital Investments, steigt als Vorstandsmitglied bei Pleo ein, um die Skalierung des Geschäftsmodells voranzubringen – letztlich, um das Wachstum zu sichern. 

Die letzte Kapitalerhöhung - über 56 Mio. Dollar - liegt bei Pleo jetzt zwei Jahre zurück, da stand das Fintech in Deutschland noch ganz am Anfang. Mittlerweile sieht es anders aus: Deutsche Kunde hätten maßgeblich dazu beitragen, dass man im vergangenen Jahr um 150 Prozent gewachsen sei, heißt es.

Und weiter: "Mit Arun Mani als Chief Revenue Officer und Haresh Bajaj als VP Product Growth am Standort Berlin hat Pleo bereits zwei strategische Schlüsselrollen am Standort Berlin besetzt und bekräftigt damit die bedeutende Rolle des deutschen Marktes für die Expansion des Unternehmens."

Preisoffensive in Deutschland

Wie berichtet, geht das Fintech dabei auch einem Preiswettbewerb nicht aus dem Weg. Erst kürzlich wurden die Basis-Services für deutsche Kunden kostenlos, während in anderen Märkten alles beim Alten blieb.

"Wir wollen es Unternehmen so einfach wie möglich machen, uns zu testen", hatte Arun Mani zum Start der Preis-Offerte im Gespräch mit FinanzBusiness erklärt. "Umsatzwachstum betrachten wir als Ergebnis, nicht als Ziel."

Pleo macht Basis-Service gebührenfrei

Mehr von FinanzBusiness

"Das Modell der Universalbank steht unter Druck", sagt Max Flötotto

Zwar fanden die Berater von McKinsey heraus, dass die Banken bislang gut durch die Covid-19-Pandemie gekommen sind, gleichwohl an Profitabilität eingebüßt haben. FinanzBusiness fragte bei Max Flötotto, Senior Partner und Leiter der deutschen Banking Practice der Beratungsgesellschaft nach.

Betongold und Emotionen: Das schwierige Geschäft von Wertfaktor

Der Teilverkauf von Immobilien ist ein neues Geschäftsmodell und kein einfaches. Darauf reagiert ein Anbieter jetzt mit einem Kundenbeirat. Aber das Geschäft wächst - das Hamburger Startup Wertfaktor konnte eine weitere Volksbank als Partner gewinnen. FinanzBusiness hörte sich um.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Finanzjob