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Bunq schließt sich Instant-Payment-System der EZB an

Die Neobank Bunq wird ihre Sofortüberweisungen in Zukunft über das System der Europäischen Zentralbank anbieten. Über die Pläne in Deutschland will man derzeit noch wenig preisgeben - auch wenn in Köln bereits ein Büro aufgebaut wird.

Ali Niknam, CEO und Gründer von Bunq | Foto: Bunq

Das Banking-Start-up Bunq schließt sich dem TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) Service der Europäischen Zentralbank an. Diese Kooperation soll Nutzern sofortige Zahlungen mit teilnehmenden Banken in den Niederlande sowie im restlichen Europa ermöglichen.

Zuvor hatte Bunq bereits Sofortzahlungen über das EPC Instant Payment System (RT1) zwischen teilnehmenden europäischen Banken angeboten. Durch den Beitritt zu TIPS werden ab heute alle Zahlungen, die von Nutzern an eine teilnehmende europäische Bank gesendet werden, sofort ankommen.

Wir sind stolz darauf, die erste Challenger Bank zu sein, die Sofortzahlungen in ganz Europa ermöglicht. Erleben Sie diese erstaunliche Zeitersparnis einfach bei Ihrer nächsten Zahlung!

Ali Niknam, CEO und Gründer von Bunq

"Wir sind stolz darauf, die erste Challenger Bank zu sein, die Sofortzahlungen in ganz Europa ermöglicht. Erleben Sie diese erstaunliche Zeitersparnis einfach bei Ihrer nächsten Zahlung!", sagt Ali Niknam, CEO und Gründer von Bunq, in einer Mitteilung.

Damit folgt die Neobank einem Trend. Erst vor kurzem hatten sich das Münchner Fintech Fidor Solutions mit Technologieanbieter Sia zusammengetan, um künftig den direkten Zugang zum paneuropäischen Echtzeit-Zahlungssystem RT1 und zum TARGET Instant Payments Settlement (TIPS) nutzen zu können.

Fidor Solutions verbündet sich mit Sia, um Instant Payment anzubieten 

Bunq will näher an die deutschen Nutzer ran

Angaben zu ihren aktuellen Nutzerzahlen in Deutschland will die Neobank "aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen" auf Nachfrage von FinanzBusiness nicht machen. 

Nur so viel: "Deutschland liegt uns sehr am Herzen - wir sind nicht nur Nachbarn, sondern haben auch eine große Bunq-Community", so Pressesprecher Bartosz Urban auf Nachfrage von FinanzBusiness.

Deutschland liegt uns sehr am Herzen - wir sind nicht nur Nachbarn, sondern haben auch eine große Bunq-Community.

Bartosz Urban, Pressesprecher von Bunq

Man habe "viele Pläne", die deutschen "Bunqer" in Zukunft noch näher an sich zu binden so der Sprecher.

Klam und heimlich heimisch in Köln

Auch wenn das Fintech selbst nicht näher ins Detail geht: Zuletzt hatte es Spekulationen darüber gegeben, Bunq habe in Köln längst ein eigenes Büro aufgemacht. Und tatsächlich: Ein Blick ins Unternehmensregister zeigt seit Anfang Februar einen Eintrag für das Bunq-Büro in der Domstadt, als Zweigniederlassung der Bunq B.V.

Die niederländische Neobank wurde 2012 von Ali Niknam gegründet, im Juli 2020 lagen die Benutzereinlagen von Bunq nach eigenen Angaben bei exakt 654.619.033  Euro. Im Laufe des Jahres 2019 hätte sich die Gesamtsumme der Nutzereinlagen damit verdoppelt, so Bunq.

Die Neobank ist in den Niederlanden, Deutschland und Österreich sowie in 27 weiteren europäischen Ländern aktiv.

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