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EY-Prüfer wollen im Wirecard-Skandal nicht länger schweigen

Nachdem sich die EY-Prüfer bisher auf ihre Verschwiegenheitspflicht berufen haben, bitten sie um eine Entbindung von ihrer Schweigepflicht.

Bürogebäude Ernst &Young in München Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann

Nach dem Wirecard-Skandal will EY nun im Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Aufklärung beitragen. Nachdem sich die EY-Prüfer bisher auf ihre Verschwiegenheitspflicht berufen haben, bitten sie nun um eine Entbindung von ihrer Schweigepflicht.

Dazu hätten zwei EY-Mitarbeiter formal beim Bundesgerichtshof (BGH) Beschwerde gegen das Ordnungsgeld eingelegt, das der Untersuchungsausschuss ihnen vergangenen Donnerstag auferlegt hatte, teilte EY am Dienstag in Stuttgart mit. Auf diese Weise solle schnellstmöglich eine Entscheidung über die umstrittene Rechtslage in Bezug auf die Entbindung von der Verschwiegenheit herbeigeführt werden,so EY weiter.

Bislang hatten EY-Mitarbeiter zum Fall Wirecard nichts gesagt

Vergangene Woche hatten EY-Mitarbeiter bei ihrer Zeugenanhörung im Ausschuss nichts zum Fall Wirecard gesagt und nur allgemein zum Vorgehen bei Bilanzprüfungen ausgesagt. EY hatte die Wirecard-Bilanzen von 2009 bis 2018 geprüft und abgesegnet, lediglich für den Abschluss 2019 verweigerte die Gesellschaft das Testat.

Laut Münchner Staatsanwaltschaft waren die Bilanzen des Bezahldienstleisters aber spätestens seit 2015 manipuliert. Der Wirtschaftsprüfer EY ist mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht genau genug geprüft zu haben und dem Schwindel aufgesessen zu sein.

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