FinanzBusiness

Klarna sammelt 650 Mio. US-Dollar ein

Der schwedische Zahlungsdienstleister profitiert vom Zuwachs im Onlinehandel und setzt nun alles daran, weiter zu expandieren. Mit der neuen Finanzierungsrunde verdoppelt sich die Bewertung des Fintechs.

Am Klarna-Stand auf der Marketing-Fachmesse "Online Marketing Rockstars" (OMR) 2019 in Hamburg. | Foto: picture alliance/Georg Wendt/dpa

Der Zahlungsdienstleister Klarna schafft die nächste Finanzierungsrunde: Das schwedische Unternehmen hat 650 Mio. US-Dollar eingesammelt und kann seine Post-Money-Bewertung damit auf 10,65 Mrd. US-Dollar verdoppeln.

Für Klarna ist es ein Sprung nach vorn. Man sei jetzt "das am höchsten bewertete private Fintech in Europa", heißt es in einer Mitteilung. Weltweit sieht sich das Unternehmen auf Rang vier. 

Wachstum in den USA beschleunigen

Auf dieser Linie soll es jetzt weitergehen. Klarna will sich neue Märkte erschließen und arbeitet zugleich an seiner Reichweite - vor allem in den USA: Nach eigenen Angaben kommt das Fintech hier aktuell auf neun Mio. Nutzer - das frische Geld soll helfen, das Wachstum noch einmal zu beschleunigen. Insgesamt hat Klarna weltweit mehr als 90 Mio. Nutzer.

Wir befinden uns sowohl im Einzelhandel als auch in der Finanzindustrie an einem echten Wendepunkt.

Sebastian Siemiatkowski, CEO, Klarna

"Wir befinden uns sowohl im Einzelhandel als auch in der Finanzindustrie an einem echten Wendepunkt", glaubt CEO Sebastian Siemiatkowski. Dass der Online-Handel immer mehr an Bedeutung gewinne – Klarna werde mit seinen Services davon eindeutig profitieren, ist Siemiatkowski überzeugt.

Investorenkreis wird größer

Hinter der Finanzierung stehen zahlreiche Investoren. Angeführt wird die Runde von Silver Lake, einer US-Kapitalbeteiligungsgesellschaft, eingestiegen sind zudem der Staatsfonds GIC aus Singapur sowie Fonds und Konten, die von BlackRock und HMI Capital verwaltet werden.

Außerdem sollen mehrere Investoren Anteile von bestehenden Anteilseignern erworben haben - Merian Chrysalis, TCV, Northzone und Bonnier. Sequoia Capital, Dragoneer, Permira, Commonwealth Bank of Australia, Bestseller Group und Ant Group bleiben aber an Bord.

Dieser Beitrag hat Ihr Interesse geweckt: Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an.

Mehr von FinanzBusiness

Atlantic BidCo wird jetzt Mehrheitseigentümerin bei der Aareal Bank

Das freiwillige Übernahmeangebot war im zweiten Anlauf erfolgreich. Eine Investorenvereinbarung setzt dem Vorstand der Bank allerdings klare Ziele. Der bislang kritische Investor Petrus Advisers will sich nach den Worten von Managing Partner Till Hufnagel künftig zurückhalten, wie er FinanzBusiness sagte.

KfW will mehr private Investoren überzeugen

Die staatliche Förderbank möchte Türöffner zu einer neuen Assetklasse werden - aber damit auch wichtige Projekte unterstützen. Rendite steht dabei nicht im Vordergrund, sagt Jan Martin Witte, Abteilungsleiter für Beteiligungsfinanzierungen in der KfW Entwicklungsbank.

Wallstreet-Online verstärkt die zweite Führungsebene

Schwerpunkte der neu geschaffenen Stellen liegen im Bereich Human Resources, Customer Service & Operations sowie Finance & Controlling. So will das Unternehmen seine Vorbereitungen auf den ”Smartbroker 2.0” absichern.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen