FinanzBusiness

Liqid hilft Kunden, Negativzinsen zu vermeiden

Das Fintech erweitert sein Portfolio um Tages- und Festgeld - über eine Brücke zu Raisin. FinanzBusiness sprach vorab mit CEO Schneider-Sickert.

Christian Schneider-Sickert Foto: Liqid

Kunden von Liqid können ihr Vermögen künftig auch in Tages- und Festgeld anlegen. Wie berichtet, ist das Fintech dafür eine Kooperation mit Raisin eingegangen. Zum Start hat FinanzBusiness mit CEO Christian Schneider-Sickert über die Hintergründe gesprochen.

Er betont: "Raisin verfügt über ein interessantes Netz an europäischen Partnerbanken - das war für uns ein guter Ausgangspunkt."

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Acht Banken aus Deutschland, Italien, Skandinavien

Die Kooperation ermöglicht Liqid den Zugang zu Raisin, das Fintech trifft jedoch eine Auswahl, setzt einen Filter: Nur ein kleiner Teil der insgesamt 91 Banken, mit denen Raisin in Europa zusammenarbeitet, schafft es ins Portfolio von Liqid. Zum Start von Liqid Cash, wie das neue Angebot heißt, sind es acht aus Deutschland, Italien und Skandinavien. Namen nennt Schneider-Sickert nicht.

"Unser Investmentteam nutzt den Feed an Banken von Raisin und baut mit Blick auf die Anlagehöhe daraus für jeden Kunden ein individuelles, natürlich möglichst ertragsstarkes Portfolio zusammen", sagt er. "Ein Währungsrisiko nehmen wir bewusst nicht mit rein, wir konzentrieren uns also komplett auf den Euro-Raum."

Viele Anleger sagen, wir haben 500.000 Euro, aber keine Lust auf Strafzinsen.

Christian Schneider-Sickert, CEO Liqid

Für Anleger, die Strafzinsen vermeiden wollen

Pro Bank werden, entsprechend der gesetzlichen Einlagensicherung, maximal 100.000 Euro eingesetzt. Dadurch sinkt das Risiko von Negativzinsen.

"Viele Anleger sagen, wir haben 500.000 Euro, aber keine Lust auf Strafzinsen", erklärt Schneider-Sickert sein Modell. "Da vermitteln wir, indem wir die anzulegende Summe auf mehrere Banken verteilen."

Je nach gewähltem Zeitraum können per Tages- oder Festgeld derzeit bis zu 685.000 Euro via Liqid Cash angelegt werden, in Kürze auch Beträge von mehr als einer Million Euro.

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