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Gewinn bei Wüstenrot & Württembergische bricht im ersten Quartal 2022 deutlich ein

Der Überschuss hat sich nahezu halbiert. Dennoch hält der Finanzkonzern an dem Ziel fest, im laufenden Jahr einen Überschuss von 250 Mio. Euro zu erzielen.

Jürgen Junker, Vorstandsvorsitzender von W&W. | Foto: W&W Gruppe

Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verbucht. Der Überschuss lag mit 56,7 Mio. Euro deutlich unter den 104,4 Mio. Euro aus dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen in Ludwigsburg mitteilte.

Ursachen seien ein schwächeres Bewertungsergebnis aufgrund der Schwankungen an den Finanzmärkten sowie höhere Versicherungsschäden infolge der Stürme im Winter gewesen. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose, wonach es im laufenden Jahr einen Überschuss von etwa 250 Mio. Euro anstrebt.

Das Neugeschäft legt zu

Vorstandschef Jürgen Junker verwies auf das steigende Neugeschäft. Von Januar bis März verzeichnete die Bausparkasse Wüstenrot anziehende Geschäfte, weil der Wunsch nach einem Eigenheim oder einer eigenen Wohnung immer noch ungebrochen ist.

So legte das Neugeschäft bei der Baufinanzierung um 13,3 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu. Das Neugeschäft nach Brutto-Bausparsumme kletterte um 17 Prozent auf 3,48 Mrd. Euro. Aktuell gibt es wieder verstärkt Interesse an Bausparverträgen, weil die Zinsen für die Finanzierung steigen.

Geschäft mit Einmalbeiträgen zurückgefahren

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Bruttobeiträge um 7,4 Prozent auf 1,12 Mrd. Euro. Bei der Personenversicherung sanken die Bruttobeiträge hingegen um 6,6 Prozent auf 609,7 Mio. Euro. Das Unternehmen hatte das Geschäft mit Einmalbeiträgen bewusst zurückgefahren. Hintergrund ist die Erwartung, dass die EZB den Leitzins im Sommer anhebt.

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