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Konzernergebnis der BayernLB sinkt im ersten Quartal 2022 auf 18 Millionen Euro

Die operative Geschäftsentwicklung mit Zins-und Provisionsüberschuss lag bei rund 540 Mio. Euro. Das Ergebnis ist aber geprägt von der EU-Bankenabgabe und Beiträgen zur Einlagensicherung in Höhe von 118 Mio. Euro. Auch kam die Risikovorsorge von 28 Mio. Euro wegen des Russland-Ukraine-Kriegs dazu.

Stephan Winkelmeier, Vorstandsvorsitzender der BayernLB. | Foto: BayernLB

Die BayernLB hat ihre Zahlen für das erste Quartal 2022 vorgestellt. So erzielte sie ein Ergebnis vor Steuern von 29 Mio. Euro (Vj: 164 Mio. Euro). In das Ergebnis fließen der Aufwand aus Bankenabgabe und Einlagensicherung in Höhe von insgesamt 118 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der Risikovorsorge, um potenzielle Risiken aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine abzudecken. Die Risikovorsorge im ersten Quartal lag bei 28 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern sank deutlich auf 18 Mio. Euro (Vj: 112 Mio. Euro).

Erfreulich ist zudem, dass trotz der Belastung durch Bankenabgabe und Einlagensicherung sowie der höheren Zuführungen zur Risikovorsorge alle operativen Segmente einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben.

Stephan Winkelmeier, Vorstandsvorsitzender der BayernLB

Die Bilanzsumme des Instituts hat sich auf 290 Mrd. Euro (Ende 2021: 267 Mrd. Euro) erhöht.

”Wir sind ordentlich ins Jahr gestartet und haben unsere operativen Erträge im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten. Erfreulich ist zudem, dass trotz der Belastung durch Bankenabgabe und Einlagensicherung sowie der höheren Zuführungen zur Risikovorsorge alle operativen Segmente einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben”, sagt Stephan Winkelmeier, Vorstandsvorsitzender der BayernLB.

Der Zinsüberschuss betrug 444 Mio. Euro (Vj: 476 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss stieg auf 97 Mio. Euro (Vj: 94 Mio. Euro). Das lag vor allem an den höheren Ergebnisbeiträgen aus dem Kreditkartengeschäft der DKB und dem Fondsgeschäft der Asset-Management Töchter Real I.S. und BayernInvest

Unsichere Prognose für 2022

Das Institut konnte seinen Verwaltungsaufwand mit 402 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau halten (Vj: 394 Mio. Euro). Der Aufwand aus Bankenabgabe und Einlagensicherung lag bei 118 Mio. Euro (Vj: 144 Mio. Euro). Davon waren 104 Mio. Euro der Pflichtbeitrag zur Bankenabgabe (Vj: 71 Mio. Euro) und 14 Mio. Euro der Pflichtbeitrag zum Einlagensicherungssystem (Vj: 73 Mio. Euro). Die Bankenabgabe war angestiegen, da sich das Beitagsniveau erhöhte.

Die CET1-Quote sank auf 16,6 Prozent (Ende 2021: 17,3 Prozent). Die Cost-Income-Ratio (CIR) stieg auf 69,5 Prozent (Vj: 58,7 Prozent).

Für das Jahr 2022 erwartet die Bank ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 300 bis 500 Mio. Euro. Mit Blick auf die Ukraine sei eine genaue Prognose jedoch nicht möglich, wie es in München hieß.

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