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OLB baut weitere 150 Stellen ab

Im Zeitungsinterview berichtet CEO Stefan Barth über den laufenden Jobabbau. Das Institut plant 2022 aber auch eine neue Wertpapierplattform und setzt auf digitale Beratung.

Stefan Barth, Vorstandsvorsitzender der OLB. | Foto: OLB

Die Oldenburgische Landesbank (OLB) arbeitet weiter an ihrer Kapitalmarktfähigkeit und erzielt im ersten Quartal einen Gewinn nach Steuern von 40,4 Mio. Euro. Das Ergebnis entspreche einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 13,1 Prozent.

Der Erfolg gehe auf ein straffes Kostenmanagement zurück wie der Vorstandsvorsitzender Stefan Barthin der ”Börsen-Zeitung” berichtet. ”Wir ernten jetzt die Früchte unseres beschleunigten Transformationsprojekts, das wir im vergangenen Jahr aufgesetzt haben“, sagte er.

”Restrukturierungen über drei, vier Jahre sind furchtbar für Mitarbeiter und Kunden”, sagt OLB-Chef Stefan Barth

Dazu gehörte auch das Kürzen der Vollzeitstellen von 1760 auf 1400, um Personalkosten einzusparen. Auch die Sachkosten hat das Institut sich laut Barth im vergangenen Jahr sehr genau angesehen - und ausgesiebt. Das Vorgehen habe sich das um die regulatorischen Aufwendungen bereinigte Kosten-Ertrags-Verhältnis im ersten Quartal von 55,4 Prozent auf 44,5 Prozent reduzieren senken lassen.

Im Gegensatz zur Filiale versetzt uns unser eigenes Beratungszentrum auch in die Lage, bundesweit Kundengeschäft zu betreiben.

Stefan Barth, Vorstandsvorsitzender der OLB

Der Stellenabbau kostete jedoch auch Geld: Insgesamt 38 Mio. Euro, berichte Barth. Davon entfielen 21 Mio. Euro auf den bereits umgesetzten Abbau und 17 Mio. Euro seien Rückstellungen für weitere 150 Stellen, die noch im laufenden Jahr gestrichen werden sollen. Das laufe über ein Freiwilligenprogramm und die neugegründete Transfergesellschaft. Darüber hätten laut Barth schon viele frühere Beschäftigte eine neue Stelle gefunden. Dazu kämen Einzelgespräche und die natürliche Fluktation.

Beratung über digitale Kanäle

Die Filialschließungen gehen auch an der OLB nicht spurlos vorbei, weshalb das Institut sich dazu entschloss, ein Beraterzentrum zu eröffnen. Hier arbeiten 200 Mitarbeiter, die die digitalen Kanäle, die sozialen Netzwerke und die Telefonie betreuen. ”Im Gegensatz zur Filiale versetzt uns unser eigenes Beratungszentrum auch in die Lage, bundesweit Kundengeschäft zu betreiben”, sagte Barth zur ”Börsen-Zeitung”. Im August solle eine neue Wertpapierplattform dazukommen, um sich dem veränderten Kundenverhalten anzupassen.

Die OLB agiert zudem in verschiedenen Nischenmärkten, Barth nennt sie ”Spezialfinanzierung”. Dazu gehörten neben der gewerblichen Immobilienfinanzierung und der Fußballfinanzierung auch die Akquisitionsfinanzierung. Durch diese diverenzierung könne der Ertrag der Bank stabilisiert werden. ”Hier können wir aufgrund unserer schlankeren Organisation schnell und flexibler agieren als die meisten Großbanken.“

Wir behandeln Fußballvereine genauso wie andere Firmenkunden, sagt Rainer Polster

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