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Sberbank Europe wird abgewickelt

Die Europa-Tochter der russischen Sberbank wird geordnet abgewickelt, um so die Insolvenz zu vermeiden. Die Spareinlagen der Kunden werden ausbezahlt.

Logo der Sberbank | Foto: picture alliance/dpa/TASS | Anton Novoderezhkin

Die Europa-Tochter der in russischen Staatsbesitz stehenden Sberbank konnte ihre Insolvenz abwenden und wird nun geordnet abgewickelt. Durch den Verkauf von Kreditforderungen könne die Bank die von der österreichischen Einlagensicherung (ESA) an die Kunden ausbezahlte Summe von 926 Mio. Euro vollständig zurückzahlen, teilte die Bank mit Sitz in Wien mit.

Einlagen sind bis zu 100.000 Euro geschützt

Die Einlagen der Sparer sind in Österreich bis zu einer Summe von 100.000 Euro geschützt. Wenn ein Entschädigungsfall eintritt, müssen anteilig die ESA und die österreichischen Banken einspringen. Die Sberbank Europe werde nun auch die über den Sicherungshöchstbetrag hinaus gehenden Spareinlagen in voller Höhe ausbezahlen, hieß es.

Damit müssen weder die ESA, noch andere Banken für die Spareinlagen der Kunden aufkommen, so das Institut. Auch die gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von 428 Mio. gegenüber der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und der Europäischen Zentralbank (EZB) zahle die Sberbank Europe eigenen Angaben zufolge vollständig zurück.

Großteil der Einlagen deutscher Kunden bei Sberbank-Europa-Tochter ist abgesichert

Die Sberbank Europe war in Schieflage geraten, als es nach Beginn des Ukraine-Krieges und den Sanktionen gegen Russland zu hohen Geldabflüssen bei der Bank gekommen war. Die Kunden der Bank waren fast ausschließlich deutsche Privatkunden.

Anfang März hatten die Aufsichtsbehörden mit sofortiger Wirkung den Geschäftsbetrieb der Sberbank Europe untersagt. Damit wurde der gesetzliche Einlagensicherungsfall ausgelöst und die ESA sprang für die gesicherten Einlagen ein.

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