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Übernahmeangebot für Aareal Bank läuft bis Ende Mai

Noch bis zum 24. Mai können sich Aktionäre der Bank für oder gegen das Angebot von Advent, Centerbridge und CPPIB entscheiden. Der aktivistische Investor Petrus Advisers hat einen Großteil seiner Papiere bereits verkauft.

Die Aareal-Bank in Wiesbaden. | Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler

Die Aktionäre der Aareal Bank haben noch vier Wochen Zeit, das zwei Mrd. Euro schwere Übernahmeangebot von drei Finanzinvestoren anzunehmen. Die Frist, innerhalb der Advent, Centerbridge und der staatliche kanadische Pensionsfonds CPPIB 60 Prozent der Anteile an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer einsammeln wollen, läuft bis zum 24. Mai, wie die Bieter am Dienstag mitteilten. Sie bieten den Aareal-Bank-Aktionären 33 Euro je Aktie und haben nach eigenen Angaben schon 36,7 Prozent sicher.

Petrus hat einen Großteil schon verkauft

Der aktivistische Investor Petrus Advisers, der das erste Angebot für die Bank im Februar erfolgreich torpediert hatte, hat einen Großteil seiner Aktien schon an die Finanzinvestoren verkauft - mit einem Abschlag. Der Angebotsunterlage zufolge hat der Hedgefonds 9,99 Prozent der Anteile für 32,50 Euro je Aktie losgeschlagen. Die restlichen 8,1 Prozent will er im Zuge des Übernahmeangebots abgeben - wenn nicht vorher noch eine zehn Prozent höhere Offerte eingehen sollte.

Auch die Fonds Teleios (7,86 Prozent) und Talamon (3,85 Prozent) sowie der tschechische Unternehmer Daniel Kretinsky (6,45 Prozent) haben sich zum Verkauf ihrer Anteile verpflichtet.

Advent und Centerbridge hatten sie mit der Aussicht auf ihre Seite gezogen, sich nach der Übernahme mit bis zu 25 Prozent an der Aareal Bank zu beteiligen. Damit könnten sie von einem späteren lukrativen Weiterverkauf profitieren. Zunächst halten Advent und Centerbride je 37 Prozent an der Bietergesellschaft, der Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) 21 Prozent.

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