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Cum-Ex-Razzia bei der Beratungsgesellschaft PwC

Die Staatsanwälte gehen laut einem Bericht der "Handelsblatt" dem Verdacht auf Steuerhinterziehung nach - bei einem Klienten der Wirtschaftsberatung, der SEB-Tochter DSK Hyp.

Die deutsche PwC-Zentrale in Frankfurt. | Foto: picture alliance / dpa | Frank Rumpenhorst

Polizisten, Staatsanwälte und Steuerfahnder haben die Frankfurter Büros der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC durchsucht. Die Razzia richtet sich aber nicht gegen die Berater selbst. Vielmehr besteht der Verdacht, dass Kunden Steuerhinterziehung im großen Stil betrieben haben könnten. Das berichtet das "Handelsblatt".

Der Kunde, um den es geht ist demzufolge die DSK Hyp, eine Tochter der schwedischen Großbank SEB. In dem Bericht wird ein Sprecher von PwC mit den Worten zitiert: "Wir sind Zeuge in einem Verfahren und kooperieren mit den Behörden."

Forderung von knapp 1 Mrd. Euro

Laut dem Bericht verschickte das Finanzamt Frankfurt parallel Steuerbescheide, die SEB sollte 511 Mio. Euro aus Cum-Ex-Geschäften zurückzahlen. Zuvor standen bereits Forderungen in Höhe von 425 Mio. Euro im Raum: zusammen also 936 Mio. Euro. "Die Bank lehnt diese Rückforderungen entschieden ab und wird sie anfechten", sagte ein Sprecher dem "Handelsblatt".

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln bestätigte der Zeitung die Razzia: "Die Durchsuchung dient der Auffindung relevanter Kommunikation in Form von E-Mails und sonstiger schriftlicher Korrespondenz." Es gehe um Cum-Ex-Geschäfte einer Bank, für die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beratend tätig sei. Es handelt sich also um eine Durchsuchung bei Dritten.

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