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Ex-Fondsmanager zu dreieinhalb Jahren wegen Insidergeschäften verurteilt

Nach den Geständnissen der beiden Angeklagten blieb das Gericht unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die Verurteilen müssen allerdings insgesamt Geldstrafen von mehr als 48 Mio. Euro zahlen.

Gebäude von Union Investment | Foto: Wuelle: Union Investment

Das Landgericht Frankfurt hat am Donnerstag den angeklagten ehemaligen Fondsmanager von Union Investment zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Sein Komplize von Hauck & Aufhäuser erhielt ein Jahr und zehn Monate, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt sind, wie das Handelsblatt berichtete.

Gericht blieb unter der Forderung der Staatsanwaltschaft

Das Gericht blieb beim Hauptangeklagten drei Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Bei dem Komplizen waren es zwei Monate.

Zu Beginn des Prozess hatten beide Angeklagten die Insidergeschäfte gestanden. Die Verteidiger machten persönliche Krisen der beiden Manager für die Verfehlungen verantwortlich.

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Geldstrafen von 45,41 und 3,34 Mio. Euro

Die Richter verhängten zudem sehr hohe Strafzahlungen. Dabei wurden nicht die erzielten Gewinne von 8,3 Mio. Euro des Fondsmanagers und die 386.000 Euro des Bank-Managers zu Grunde gelegt. Stattdessen wurde das Handelsvolumen der Insidergeschäfte als Basis genommen. Demnach müssen die Verurteilten 45,41 Mio. Euro und 3,34 Mio. Euro zahlen.

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