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EZB will Eignung neuer Bankvorstände als erste überprüfen

Vorstands­kan­di­da­ten sollen stär­ker nach ihren frühe­ren Tätig­kei­ten und nach den Anforderungen der jewei­li­gen Bank beur­teilt werden, kündigt EZB-Chefaufseher Andrea Enria an.

Andrea Enria, Vorsitzender der EZB-Bankenaufsicht | Foto: picture alliance / Wolfgang Minich

Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) will zuerst über geplante Neubesetzungen in den von ihr direkt überwachten 115 Instituten informiert werden. Dies kündigte der Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria, an, so berichtet es die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Die Banken soll­ten der EZB unab­hän­gig von den jewei­li­gen natio­na­len Zulas­sungs­ver­fah­ren vor der Nomi­nie­rung von Vorstands­kan­di­da­ten erläu­tern, warum diese für die Posi­ti­on geeig­net seien. Damit wolle die EZB-Aufsicht offen­bar verhin­dern, dass sich Führungs­kräf­te im Nach­hin­ein als unge­eig­net für ihren Aufga­ben­be­reich heraus­stel­len, heißt es in dem Artikel, der sich auf Aussagen von Enria in seiner Anhö­rung vor dem Wirt­schafts- und Währungs­aus­schuss des Euro­päi­schen Parla­ments bezieht.

Bedürfnisse der jeweiligen Bank

Enria stell­te demnach klar, dass die Vorstands­kan­di­da­ten stär­ker nach ihren frühe­ren Tätig­kei­ten und nach den Bedürfnis­sen der jewei­li­gen Bank beur­teilt werden. Zudem werde die EZB die Krite­ri­en klarer benen­nen, nach denen die schon im Vorstand sitzen­den Mitglie­der hinsicht­lich ihrer Quali­fi­ka­ti­on einge­schätzt werden, soll­ten neue Erkennt­nis­se diesen Prozess nötig machen, schreibt die FAZ.

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