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Chef der Bilanzpolizei DPR tritt zurück

Edgar Ernst legt sein Amt auf eigenen Wunsch zum Jahresende nieder.

Edgar Ernst | Foto: Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung

Im Skandal um den Bilanzbetrug bei Wirecard hat der Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), Edgar Ernst, seinen Rücktritt angekündigt.

Er werde sein Amt nach rund zehn Jahren auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember niederlegen, teilte die Bilanzpolizei am Mittwoch mit. Ernst wolle der DPR einen personellen Neuanfang ermöglichen. Die Prüfstelle untersucht die Bilanzen deutscher Konzerne auf korrekte Buchführung. Im Fall Wirecard war sie in die Kritik geraten, weil der mutmaßliche Milliardenbetrug nicht auffiel.

"Der Nominierungsausschuss der DPR sichert zu, diese geplanten Verbotsvorgaben strikt einzuhalten", hieß es weiter. Die Prüfstelle bezog sich damit auf den Gesetzesentwurf zur Stärkung der Finanzmarktintegrität. Die DPR erklärte, ab 2022 würden durch das Präsidium und andere Mitglieder der Prüfstelle keine Aufsichtsratsmandate mehr wahrgenommen.

Umstrittene Aufsichtsratsmandate

Ernst war zuletzt wegen umstrittener Aufsichtsratsmandate aufgefallen. Seinem Lebenslauf zufolge, der auf der Website der DPR abrufbar ist, nimmt der 69-Jährige derzeit Aufsichtsratsmandate beim Handelskonzern Metro, dem Touristikanbieter Tui und beim Immobilienkonzern Vonovia wahr.

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