FinanzBusiness

Crédit Agricole verdient im Corona-Jahr trotz Gewinneinbruch mehr als erwartet

Allerdings muss die französische Großbank auch ihre Rückstellungen drastisch erhöhen, auf 2,6 Mrd. Euro.

Filiale der französischen Großbank Crédit Agricole | Foto: picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki

Die französische Großbank Crédit Agricole ist besser durch das Corona-Jahr gekommen als erwartet. Der Gewinn des Finanzkonzerns, zudem in Deutschland unter anderem die in Stuttgart ansässige Creditplus gehört, sank 2020 zwar um 44 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro, doch Experten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Hauptgrund für den Rückgang war eine hohe Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite in der Corona-Krise, wie die Crédit Agricole am Donnerstag in Paris mitteilte.

Hohe Rückstellungen wegen Corona-Pandemie

Hierfür legte die Bank 2,6 Mrd. Euro zurück, mehr als zweimal so viel wie im Vorjahr. Die Erträge im operativen Geschäft legten allerdings um zwei Prozent auf knapp 21 Mrd. Euro zu. Auch hier schnitt die Bank besser ab als von Experten prognostiziert.

Die Crédit Agricole ist börsennotiert, gehört aber mehrheitlich kleineren Genossenschaftsbanken. Von der Struktur her ist das Geldhaus damit in Deutschland am ehesten mit der DZ Bank vergleichbar, die als Zentralinstitut für den Genossenschaftssektor dient. Die DZ Bank ist aber nicht börsennotiert.

Mehr von FinanzBusiness

Banken sehen sich für beginnenden Geldboten-Streik gewappnet

Während Dortmunder Volksbank und Stadtsparkasse München sich gut vorbereitet wähnen, ist man bei der Hamburger Sparkasse und der Nassauischen Sparkasse gar nicht vom Warnstreik betroffen. Größere Institute wie Commerzbank und ING empfehlen Kunden im Vorfeld bereits den Umstieg auf andere Zahlweisen.

Sparkassen halten zu Verbandsentscheidung

Der Deutsche Sparkassen und Giroverband (DSGV) hat den Kryptowährungen beziehungsweise dem Handel damit eine Absage erteilt. Eine Umfrage von FinanzBusiness zeigt: Die einzelnen Sparkassen sehen das ähnlich.

Bitpanda dementiert abweichende Zahl der Kündigungen

Offiziell heißt es, Bitpanda habe rund 270 Mitarbeitern gekündigt. Im Netz kursierende, stark abweichende Zahlen bezeichnet das Unternehmen als ”reine Spekulation”. Auch zum Tag des Rauswurfs äußert sich Bitpanda gegenüber FinanzBusiness.

Stühlerücken im Vorstand der Solarisbank

Wie geplant zieht Payment-Expertin Chloé Mayenobe in den Vorstand des Fintech ein - übernimmt aber auch mehr Aufgaben. Gleichzeitig verlässt Chief Commercial Officer Jörg Diewald den Banking-as-a-Service-Anbieter ”aus persönlichen Gründen”.

Lesen Sie auch

Mehr dazu