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Österreichische Autobank beschließt geordneten Abbau

Listing an der Wiener Börse und an der Börse München werden beendet.

Leasingvertrag für KFZ | Foto: picture alliance / imageBROKER | Michaela Begsteiger

Die auch auf dem deutsche Markt aktive Autobank AG aus Wien wird abgewickelt. "Die außerordentliche Hauptversammlung der Autobank Aktiengesellschaft (AutoBank AG) hat heute den am 8. Jänner angekündigten geordneten Abbau der Bankgeschäfte und die anschließende Zurücklegung der Konzession gemäß § 7 Abs. 3 BWG beschlossen", heißt es in einer Mitteilung der Bank vom Freitag.

"Der Beschluss die AutoBank AG freiwillig abzuwickeln ist schmerzhaft, scheint aber unausweichlich. Mit der Entscheidung der geordneten Abwicklung kommen Vorstand und Eigentümer ihrer Verantwortung nach und können damit auch für geordnete Abläufe beim Abbau sorgen", so der Vorstand der AutoBank AG in der Mitteilung.

Der Beschluss die AutoBank AG freiwillig abzuwickeln ist schmerzhaft, scheint aber unausweichlich. Mit der Entscheidung der geordneten Abwicklung kommen Vorstand und Eigentümer ihrer Verantwortung nach und können damit auch für geordnete Abläufe beim Abbau sorgen.

Vorstand der AutoBank AG in einer Mitteilung


Kreditportfolio in Deutschland beträgt rund 20 Mio. Euro

Bei den noch verbleibenden Portfolios handelt es sich um Retailkredit- und Leasingverträge mit österreichischen Kunden von in Summe etwa 70 Mio. Euro. Das Portfolio in Deutschland betrage derzeit noch knapp über 20 Mio Euro. Diese Verträge laufen regulär weiter, die Kunden müssen sich nicht aktiv melden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Christian Sassmann, bisher unter anderem zuständig für die Bereiche Regulatorik, Investor Relations, Beteiligungen, Recht & Compliance wird sein Vorstandsmandat nach Rücksprache mit dem Aufsichtsrat mit 30.06.2021 zurücklegen. Seine Agenden werden per sofort von den beiden anderen Vorständen, Markus Beuchert und Gerhard Dangel, übernommen.

Im vergangenen August war Dorotea-E. Rebmann als vorläufige Verwalterin gemäß Paragraph 46 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) zur Seite gestellt worden.

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Die Kosten für die Geldwäsche-Prävention explodieren

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