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Hamburg Commercial Bank pusht ihr Immobiliengeschäft

Nach einem Rückbau im vergangenen Jahr soll das Geschäft 2021 wieder wachsen. Im Neugeschäft konzentriert sich das Institut auf Büros, Wohnen und Logistik in Deutschland, den USA und den Niederlanden.

Passanten vor dem Haupteingang der Zentrale der Hamburg Commercial Bank | Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius

2020 hat die Hamburg Commercial Bank (HCOB) ihr Immobiliengeschäft zurückgefahren, doch das Jahr der Vorsicht ist vorbei, jetzt soll es für die ehemalige HSH Nordbank wieder in die andere Richtung gehen.

Wir planen gut 2 Mrd. Euro und 2022, wenn dieses Jahr gut läuft und alle Parameter passen, noch rund 1 Mrd. Euro mehr.

Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden, HCOB

"In diesem Jahr wollen wir das Neugeschäft wieder sukzessive ausbauen", sagt Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden bei der HCOB, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. "Wir planen gut 2 Mrd. Euro und 2022, wenn dieses Jahr gut läuft und alle Parameter passen, noch rund 1 Mrd. Euro mehr."

Neugeschäft schrumpfte auf 800 Mio. Euro

Aufgrund der drohenden Rezession hatte sich das Institut im vergangenen Jahr dazu entschieden, ihr Neugeschäft auf 800 Mio. Euro zu reduzieren, nachdem es 2019 noch bei einem Volumen von 4 Mrd. Euro lag. Axmann zufolge wurde das Jahr genutzt, um die Bilanzsumme zu verkleinern und die Eigenkapitalquote zu erhöhen - und zugleich den Immobilienanteil am Gesamtkreditportfolio nach unten anzupassen.

Der Anteil sank laut Axmann von etwa 40 Prozent auf etwa ein Drittel, man wolle nicht zu immobilienlastig werden, erklärt er. "Wir haben unseren Bestand in der Immobilienfinanzierung im Vergleich zu Ende 2019 um rund 2,5 Mrd. Euro auf etwa 10 Mrd. Euro reduziert, ohne dass wir Kredite verkauft hätten." Die Neugeschäftsmarge, betont er, habe sich im Vergleich zu 2019 auf über 2,4 Prozent verbessert.

Finanzierungsmix mit hohem Büroanteil

Gut die Hälfte des Neugeschäfts entfiel im vergangenen Jahr auf Büros, die Segmente Wohnen und Logistik machten jeweils 15 Prozent aus, so die Börsen-Zeitung. Komplett abstinent zeigten sich die Hamburger bei Hotels, während im kleineren Umfang Fachmarktzentren und der lebenmittelbasierte Einzelhandel finanziert wurden.

An diesem Neugeschäftsmix will Axmann dem Gespräch zufolge im laufenden Jahr festhalten, genau wie am Auslandsanteil: Etwa 20  Prozent des Neugeschäfts gingen 2020 in Finanzierungen in den Niederlanden und in ein Objekt in den USA.

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