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Portigon erwartet für 2020 Verlust in Höhe von mehr als 50 Prozent des Grundkapitals

Änderungsbescheide des Finanzamts Düsseldorf im Zusammenhang mit Dividendenarbitragegeschäften verhageln Ergebnis, meldet die Rechtsnachfolgerin der früheren WestLB.

Zentrale der WestLB-Nachfolgerin Portigon steht am 07.01.2015 in Düsseldorf | Foto: picture alliance / dpa | Martin Gerten

Die Rechtsnachfolgerin der ehemaligen WestLB geht für 2020 von einem Verlust in dreistelliger Millionenhöhe aus. Das geht aus einer am späten Montag veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung hervor. Hintergrund sind Cum-Ex-Geschäfte.

Aufgrund diverser Änderungsbescheide des Finanzamts Düsseldorf im Zusammenhang mit Dividendenarbitragegeschäften der ehemaligen WestLB ändert der Vorstand seine Prognose hinsichtlich des erwarteten Ergebnisses. Der Vorstand geht nunmehr davon aus, dass die Portigon AG das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust in der Größenordnung von rund 600 Mio. Euro abschließen wird.

Dieser entspricht mehr als 50 Prozent des zum Jahresabschluss 2019 vorhandenen Grundkapitals. Damit ist Portigon gesetzlich zur Einberufung einer Hauptversammlung verpflichtet.
Im Dezember 2019 hatte Portigon laut einem Handelsblatt-Bericht mitgeteilt, für 2019 einen Verlust von bis zu 600 Mio. Euro zu erwarten.

Die Portigon AG ist rechtsträgeridentisch mit der ehemaligen WestLB. Nach der Übertragung der Tochtergesellschaft Portigon Financial Services GmbH (PFS) auf die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) hat die Portigon AG die Aufgabe, den weiteren Rückbau der ehemaligen WestLB gemäß den Vorgaben der EU-Kommission sicherzustellen. Portigon gehört zu knapp 70 Prozent dem Land Nordrhein-Westfalen, die restlichen Anteile hält die NRW Bank. Diese gehört wiederum zu 100 Prozent dem Land Nordrhein-Westfalen.

WestLB-Nachfolgerin soll Cum-Ex-Schuld begleichen 

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