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Cerberus wollte Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner ersetzen

Der US-Finanzinvestor wollte ehemaligen Morgan-Stanley-Präsidenten Colm Kelleher an der Spitze des Aufsichtsrats installieren, berichtet die Financial Times.

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner. | Foto: Deutsche Bank

Der US-Finanzinvestor Cerberus hat offenbar auch bei der Deutschen Bank versucht, ihm genehmes Führungspersonal zu installieren. So warb der Investor im Vorfeld der diesjährigen Hauptversammlung darum, Aufsichtsratschef Paul Achleitner durch den ehemaligen Morgan-Stanley-Präsidenten Colm Kelleher zu ersetzen. Das berichtet die Financial Times online unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Cerberus, der fünftgrößte Aktionär der größten deutschen Privatbank, brachte Kelleher, der im März 2019 bei Morgan Stanley abtrat, sowohl bei den Aufsichtsbehörden als auch bei Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ins Spiel gebracht, schreibt die britische Finanzzeitung.

Keine ausreichende Unterstützung

Die Idee von Cerberus habe laut den Quellen nicht genügend Unterstützung von anderen Investoren und dem Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates erhalten, der stattdessen den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Börse, Theodor Weimer, und den ehemaligen deutschen Außenminister Sigmar Gabriel als neue Aufsichtsratsmitglieder nominierte.

Auch bei der Commerzbank hat Cerberus gegen CEO Martin Zielke und AR-Chef Stefan Schmittmann gewettert, was letztlich zum Rücktritt beider führte. Aber auch bei der Commerzbank konnte sich der Investor mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen.

Bei der Deutschen Bank war auf Nachfrage von FinanzBusiness kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten.

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