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Coronakrise bremst Pläne für eine "Super-Landesbank" aus

Sparkassen haben während der Coronakrise so viele Kredite vergeben wie noch nie.

Helmut Schleweis, Präsident des DSGV | Foto: DSGV

Wegen der Coronakrise ist Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Giro- und Sparkassenverbands (DGSV) mit seinem Projekt für eine "Super-Landesbank"  kaum vorangekommen, berichtet das Handelsblatt.

Nach dem Wunsch von Schleweis soll zunächst die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit dem Sparkassen-Fondsanbieter Deka fusionieren. Später sollen dann die NordLB, die BayernLB und die LBBW in das Zentralinstitut integriert werden. Schleweis selbst will sich derzeit nicht zu den Aussichten für ein Spitzeninstitut äußern, schreibt die Zeitung.

Skepsis bezüglich Zeitplan

Im Sparkassenlager überwiegt allerdings die Skepsis, dass das Projekt schnell umzusetzen sei. Peter Schneider, der Präsident des baden-württembergischen Sparkassenverbands, sagte dem Handelsblatt, er rechne nicht damit, dass es vor 2022 Entscheidungen über die Zukunft von Deka und Helaba geben wird. Bis dahin hätten die Beteiligten angesichts der Coronakrise mit sich selbst zu tun, so Schneider. Die meisten wollen Regionalverbände wollten zudem verhindern, dass der DSGV mehr Macht bekommt, berichtet die Zeitung.

Rekordwert bei den Krediten trotz Corona

Wie das Handelsblatt weiter schreibt, haben die Sparkassen während der Coronakrise so viele Kredite vergeben wie noch nie. In den ersten neun Monaten 2020 reichten die Sparkassen gut 79 Mrd. Euro an frischen Darlehen an Unternehmen und Selbstständige aus – fast 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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