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Aareal Bank stößt Beteiligung an Aareon final ab

Der Finanzinvestor Advent soll das IT-Unternehmen zu einem "Rule of 40"-Unternehmen machen.

Hermann J. Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank Foto: (c) dpa

Als die Aareal Bank im Frühjahr verkündete, ihre Beteiligung an der IT-Tochtergesellschaft Aareon abstoßen zu wollen, war das Interesse groß.

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Im August wurde dann beschlossen, dass die Minderheitsbeteiligung an den Finanzinvestor Advent International verkauft wird. Dieser ist nun final abgeschlossen. Nach Abzug von Transaktionskosten und Steuern erzielt das Institut 180 Mio. Euro.

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"Die Transaktion wurde heute vollzogen. Der Kaufpreis für den 30-Prozent-Anteil lag, wie bereits anlässlich des Kaufvertragsabschlusses am 14. August 2020 kommuniziert, bei rund 260 Mio. Euro in bar", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Der Wert basiere auf dem Unternehmenswert von Aareon von rund 960 Mio. Euro und dem Eigenkapital in Höhe von 860 Mio. Euro.

Wachstumspfad vor Augen

Mit der Hilfe von Advent soll Aareon über das ursprünglich kommunizierte Wachstumsziel einer Verdoppelung des EBITDA hinaus bis 2025 zu einem "Rule of 40"-Unternehmen entwickelt werden, das heißt: EBITDA-Marge und Umsatzwachstum sollen sich dann auf mehr als 40 Prozent addieren. Der entsprechende Plan werde im ersten Quartal 2021 vorgestellt.

Wir werden in den kommenden Jahren gemeinsam mit Advent das volle Potenzial der Aareon noch schneller entfalten.

Hermann J. Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank

"Die Aareon war bisher schon ein wesentlicher Wachstumstreiber für unsere Gruppe. Ihre strategische Weiterentwicklung bekommt nun für uns einen noch höheren Stellenwert", erklärt Hermann J. Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank. "Wir werden in den kommenden Jahren gemeinsam mit Advent das volle Potenzial der Aareon noch schneller entfalten."

Dabei sieht er sowohl den organischen Wachstum als auch die "Forcierung der M&A-Aktivitäten" als Chance.

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