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Aareal Bank verkauft Anteil an ihrer IT-Tochtergesellschaft Aareon an Advent

Die Bank will mit Advent organisches Wachstum und M&A-Aktivitäten der IT-Tochter für die Immobilienwirtschaft ausbauen. Die Transaktion bewertet die Sparte mit knapp einer Milliarde Euro.

Hermann Merkens, CEO der Aareal Bank (Archivbild von 2018) | Foto: picture alliance/SvenSimon

Die Aareal Bank AG hat 30 Prozent ihrer IT-Tochter Aareon AG an den Finanzinvestor Advent International verkauft. Advent übernimmt 30 Prozent an Aareon. Damit bewerten die Parteien die IT-Tochter der Bank aus Wiesbaden mit rund 960 Mio. Euro. Das geht aus einer Mitteilung der Bank in der Nacht auf Freitag (14. August) hervor.

Veräußerungsgewinn von etwa 180 Mio. Euro erwartet

Der Kaufpreis von rund 260 Mio. Euro führe nach Berücksichtigung des Minderheitenanteils, der Transaktionskosten und der Steuern zu einem Veräußerungsgewinn von ca. 180 Mio. Euro, heißt es in der Mitteilung weiter. Dieser werde erfolgsneutral direkt im bilanziellen und regulatorischen Eigenkapital der Aareal Bank Gruppe abgebildet. Mit dem Vollzug der Transaktion wird im Laufe des vierten Quartals gerechnet.

Mit Advent haben wir den idealen Partner gefunden, um das volle Potenzial der Aareon als Teil der Aareal Bank Gruppe noch schneller zu entfalten - unter Wahrung der Synergien, die es zwischen unserer IT-Tochter und den Aktivitäten der Bank gibt.

Hermann Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank

"Mit Advent haben wir den idealen Partner gefunden, um das volle Potenzial der Aareon als Teil der Aareal Bank Gruppe noch schneller zu entfalten - unter Wahrung der Synergien, die es zwischen unserer IT-Tochter und den Aktivitäten der Bank gibt", sagte Hermann Merkens, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank.

Am Vortag hatte Merkens bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal berichtet, der Verkaufsprozess "laufe planmäßig".

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Aareon erzielte 2019 EBITDA in Höhe von 61 Mio. Euro

Die Aareon, Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft, hat im Geschäftsjahr 2019 mit ihrer ERP-Software und mit digitalen Lösungen für das Management von Wohnungsbeständen 252 Mio. Euro umgesetzt und ein EBITDA von 61 Mio. Euro erwirtschaftet, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Gesellschaft beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter.

EBITDA-Marge soll auf über 40 Prozent steigen

Bis 2025 soll sich die Aareon zu einem "Rule of 40"-Unternehmen entwickeln, das heißt, EBITDA-Marge und Umsatzwachstum sollen sich dann zusammen auf mehr als 40 Prozent addieren. Dies gehe im Ergebnis deutlich über den bisher kommunizierten Anspruch der Aareon hinaus, ihr EBITDA mindestens zu verdoppeln.

Der Verkaufsprozess war im Mai von der Bank angekündigt und in den vergangenen Monaten auf Seiten der Aareal Bank von dem auf den Tech-Sektor spezialisierte Beratungshaus Arma Partners begleitet worden.

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