FinanzBusiness

Ifo-Geschäftsklimaindex hellt sich im September weiteres Mal auf

Der Ifo-Geschäftsklima-Index hat sich im September gegenüber August leicht verbessert. Trotz steigender Infektionszahlen stabilisiert sich die Wirtschaft. Im Sektorvergleich divergieren die Trends.

Ifo-Präsident Clemens Fuest (bei einer Veranstaltung im Mai 2020) Foto: picture alliance/Sven Simon

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im September erneut aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg gegenüber dem Vormonat um 0,9 Punkte auf 93,4 Punkte, wie das Ifo-Institut in München mitteilte.

Es ist der fünfte Anstieg in Folge - nach dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise. Analysten hatten allerdings mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 93,8 Punkte gerechnet.

Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen.

Clemens Fuest, Ifo-Präsident

"Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation abermals positiver und erwarteten eine weitere Erholung ihrer Geschäfte.

Erster Rückgang im Dienstleistungssektor nach vier Anstiegen

Während der Indikator für das Verarbeitende Gewerbe merklich stieg, gab es im Dienstleistungssektor nach vier Anstiegen erstmals wieder einen Rückgang. Auch Handel und Bauhauptgewerbe schauen optimistischer in die Zukunft.

Wie auch andere Umfragen zeigen, hellt sich die Stimmung im Industriebereich aktuell deutlich auf. Hier gibt es zunehmend Lichtblicke auch im Auslandsgeschäft. Dagegen leiden viele Dienstleistungssparten unter den wieder steigenden Infektionszahlen.

Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft, DZ Bank

"Wie auch andere Umfragen zeigen, hellt sich die Stimmung im Industriebereich aktuell deutlich auf. Hier gibt es zunehmend Lichtblicke auch im Auslandsgeschäft. Dagegen leiden viele Dienstleistungssparten unter den wieder steigenden Infektionszahlen und der damit verbundenen Unsicherheit über mögliche neue Einschränkungen", kommentierte Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft der DZ BANK, die akutellen Daten.

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