FinanzBusiness

ESMA ernennt Klaus Löber zum Aufseher über Clearinghäuser

Innerhalb von vier Wochen bestätigt die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde damit die Ernennung des gesamten Aufsichtsausschusses.

Europaflaggen wehen vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel. Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), hat Klaus Löber nun auch formell zum Vorsitzenden des Aufsichtsausschusses für zentrale Gegenparteien (Central Counter Parties, CCP) benannt. Neben ihm wurden auch Nicoletta Giusto und Froukelien Wendt zu unabhängigen Mitgliedern in dem Gremium der Aufsichtsbehörde der EU für die Wertpapiermärkte ernannt.

"Das ist ein wichtiger Schritt zur Vollendung der Umsetzung des EMIR-2.2-Regimes, um eine konsistente und wirksame Aufsicht über die Clearing-Infrastrukturen in der EU und weltweit zu gewährleisten", sagte der Vorsitzende Steven Maijoor in einer Pressemitteilung.

Vor nicht einmal vier Wochen war Löber für den Vorsitz des Aufsichtsgremiums vorgeschlagen worden. Zuvor hatte sich der neue Vorsitzende einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments stellen müssen.

Bedeutung für den Brexit

Das Aufsichtsgremium, das mit der Reform der EU-Derivateverordnung EMIR 2.2 entstanden ist, könnte im Zuge des Brexits eine zentrale Bedeutung bekommen, um Gegenparteien aus Drittstaaten direkt zu überwachen.

Löber bringt viel Erfahrung in der Aufsicht mit. Er war bereits bei der EZB-Bankenaufsicht für Zahlungssysteme, Zentralverwahrer und Clearinghäuser zuständig und zuvor für die Bundesbank und die Treuhand tätig. Er und die beiden unabhängigen Mitglieder sind für fünf Jahre bestellt, das Mandat kann einmal verlängert werden.

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