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Genossenschaftsbanken gründen Service-Tochter

Das Unternehmen Amberra soll 2023 starten. Als Anschubfinanzierung ist ein zweistelliger Millionenbetrag geplant.

Motto der 77. Bankwirtschaftlichen Tagung des BVR | Foto: BVR

Dienstleistungen außerhalb des Kerngeschäfts spielen für Genossenschaftsbanken eine immer größere Rolle, jetzt schaffen sie sich dafür im Verbund eine neue Basis: Medienberichten zufolge bereiten sie die Gründung von Amberra vor – einer Tochtergesellschaft, die Services bündeln und ausbauen soll.

Beyond Banking als Hebel für Relevanz

Relevanz hat für die Institute dabei potenziell alles, was sich regional anbieten lässt, angefangen bei Dienstleistungen in Richtung Gesundheit und Pflege bis hin zur Wohnungsrenovierung. Unter den Stichworten ’Plattformökonomie’ und ’Beyond Banking’ wird in der Branche über solche Strategien schon länger diskutiert: Amberra kommt insofern Signalwirkung zu.

Banken erfinden sich neu, setzen auf Beton und Beziehung

Das Projekt findet innerhalb des Sektors weithin Zustimmung. 96 Prozent der Kreditinstitute stimmten bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zu, mit Amberra den nächsten Schritt zu machen. Investiert werden soll insbesondere in Forschung und Entwicklung, wie unter anderem die ”Börsen-Zeitung” berichtet.

Amberra bekommt demnach für Aufbau und Betrieb in den ersten drei Jahren einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Starten wird das Unternehmen voraussichtlich 2023.

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Neue Mitarbeitende verzweifelt gesucht

Der Fachkräftemangel trifft auch die Finanzbranche mit voller Wucht: Laut einer Erhebung haben Banken in Deutschland im ersten Halbjahr mehr als 65.000 offene Stellen ausgeschrieben, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr.

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