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Deutsche Institute zahlen 3,38 Milliarden Euro an Banken-Abwicklungsfonds

Die BaFin fungiert als Abwicklungsbehörde für die Abgabe, die im Juli für das Gesamtjahr 2022 fällig wird. Der Großteil der Abgaben entfällt auf Groß- und Regionalbanken.

BaFin-Schild | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul

Die BaFin hat als nationale Abwicklungsbehörde für den Einheitlichen Abwicklungsfonds der Bankenunion (SRF) von deutschen Instituten für das Beitragsjahr 2022 eine Bankenabgabe in Höhe von 3,38 Mrd. Euro erhoben.

Davon entfallen nach Angaben der Aufsicht 2,03 Mrd. Euro auf Groß- und Regionalbanken, 560 Mio. Euro auf Landesbanken und Spitzeninstitute des Sparkassen- und Genossenschaftssektors, 368 Mio. Euro auf Sparkassen, 226 Mio. Euro auf Genossenschaftsbanken und 194 Mio. Euro auf bestimmte weitere Institute, wie Hypothekenbanken und Finanzdienstleister. Entrichtet haben die europäische Bankenabgabe 1.319 beitragspflichtige Institute in Deutschland.

Alle Staaten haben 13,7 Mrd. Euro eingezahlt

Der Ausschuss für die Einheitliche Abwicklung (Single Resolution Board – SRB) berechnet jährlich die Bankenabgabe und verwaltet den SRF. Die BaFin hat die für den SRF erhobenen Beiträge der Institute Ende Juni 2022 an die deutsche Kammer des SRF überwiesen.

Insgesamt haben die beteiligten Staaten für den SRF eine Bankenabgabe in Höhe von rund 13,7 Mrd. Euro von 2.896 beitragspflichtigen Instituten erhoben. Der SRF verfügt nach Angaben des SRB aktuell über ein Volumen von rund 66 Mrd. Euro.

Auch Geld von Unionszweigstellen und Wertpapierinstitute

Der SRF soll nach den gesetzlichen Vorgaben bis Ende 2023 ein Zielvolumen in Höhe von einem Prozent der gedeckten Einlagen der Banken in den Mitgliedstaaten erreichen. Zusätzlich zu den Beiträgen für den SRF hat die BaFin noch rund 24,99 Mio. Euro von 71 inländischen Unionszweigstellen und Wertpapierinstituten erhoben, die unter Einzelaufsicht der BaFin stehen. Diese Mittel verwaltet die BaFin.

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