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Immoscout24-Umfrage sieht auch 2022 steigende Immobilienpreise

Der Preis bestehender Eigentumswohnungen ist im ersten Quartal um 5,1 Prozent gestiegen. In diesem Bereich herrscht im Vergleich zu Neubauwohnungen eine deutlich höhere Nachfrage.

Die Immoscout24-Zentrale in Berlin. | Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening | Bildagentur-online/Schoening

Am deutschen Immobilienmarkt steigen die Preise einer Studie zufolge auch zu Jahresanfang. Im ersten Quartal 2022 wurden bestehende Eigentumswohnungen bundesweit um 5,1 Prozent teurer angeboten als noch Ende 2021, wie die Immobilien-Plattform Immoscout24 mitteilte. Bei einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2755 Euro koste eine 80 Quadratmeter große Bestands-Eigentumswohnung damit im deutschlandweiten Mittel 220.400 Euro. Die Angebotskaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen stiegen demnach deutschlandweit mit 3,0 Prozent etwas weniger. ”Eine Ursache dafür dürfte sein, dass die Nachfrage für Bestandswohnungen um das Vierfache höher lag als im Neubau.”

Angebotspreis von Einfamilienhäusern steigt um 4,6 Prozent

Der Angebotspreis von Einfamilienhäusern älter als zwei Jahre stieg im Quartalsvergleich bundesweit um 4,6 Prozent. Damit kostete ein Haus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche und 600 Quadratmetern Grundstück laut ImmoScout24 im Schnitt etwa 415.800 Euro, nach zuvor 397.600 Euro. Die Angebotspreise von Neubauhäusern stiegen um 4,5 Prozent und liegen im bundesdeutschen Mittel demnach bei 491.711 Euro und damit rund 21.390 Euro über dem Stand von Ende 2021.

"Preistreiber sind neben der weiterhin außergewöhnlich hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien zum Kauf die hohen Rohstoff-, Bau- und Sanierungskosten, mit denen Eigentümer und Immobilienwirtschaft konfrontiert sind."

Thomas Schroeter, ImmoScout24-Chef

”Preistreiber sind neben der weiterhin außergewöhnlich hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien zum Kauf die hohen Rohstoff-, Bau- und Sanierungskosten, mit denen Eigentümer und Immobilienwirtschaft konfrontiert sind”, erklärte Immoscout24-Chef Thomas Schroeter.

Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich in den Ballungsräumen in Düsseldorf mit 6,8 Prozent und in Berlin mit 4,8 Prozent am stärksten. In München gab es nur einen Anstieg um 1,1 Prozent, dort wurden Neubauwohnungen sogar 1,6 Prozent günstiger angeboten als noch Ende 2021. ”Der durchschnittliche Angebotskaufpreis liegt mit 8605 Euro aktuell rund 140 Euro pro Quadratmeter unter dem Niveau des vierten Quartals 2021.” Gegenüber Wohnungen zeigten Einfamilienhäuser im ersten Quartal in fast allen Metropolen einen deutlich stärkeren Preisanstieg.

Immoscout24 erwartet für Deutschland insgesamt einen weiteren Anstieg der Angebotskaufpreise für Wohnungen und Bestands-Einfamilienhäuser von bis zu 14 Prozent in den nächsten zwölf Monaten. Die Preise für Neubauwohnungen dürften um 13 Prozent und die für Neubauhäuser um zwölf Prozent anziehen.

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