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Görg und Kooths übernehmen vorläufig Leitung des IfW Kiel

Die beiden Ökonomen übernehmen interimsmässig die Führung des Instituts nachdem der bisherig Chef Gabriel Felbermayr das Institut Anfang Oktober verlassen hat, um Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung zu werden.

Interims-Leiter Holger Görg und Stefan Kooths | Foto: IfW Kiel

Die Ökonomen Holger Görg und Stefan Kooths haben am Mittwoch vorläufig die wissenschaftliche Leitung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) übernommen. "Einer entsprechenden planmäßigen Interimsregelung haben der Stiftungsrat des Instituts sowie das Land Schleswig-Holstein und der Bund als für die Finanzierung des Instituts verantwortliche Stellen nun zugestimmt", teilte das IfW mit.

Das IfW ist auf der Suche nach einem neuen Präsidenten, nachdem der bisherige Chef Gabriel Felbermayr Kiel Anfang Oktober verlassen hat, um Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung zu werden. Felbermayr war erst seit 2019 Präsident des IfW. Sein Vertrag wäre bis 2024 gelaufen.

Experten für internationalen Handel und Konjunktur

Das IfW gehört zu den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten. Zu den früheren Präsidenten zählten beispielsweise Herbert Giersch (1969 bis 1989) und Horst Siebert (1989 bis 2003), die den Rat der sogenannten "Wirtschaftsweisen" über viele Jahre prägten.

Görg ist Experte für den internationalen Handel und legt seinen Schwerpunkt auf außenwirtschaftliche Themen. Kooths konzentriert sich auf die Themenfelder Konjunktur sowie Wirtschafts- und Finanzpolitik in Deutschland und Europa. Er kümmert sich zudem um die Außenkommunikation des IfW.

Mit einer Entscheidung ist angesichts der Komplexität des Verfahrens und der erforderlichen sorgfältigen Arbeit der Findungs- und der Berufungskommission erwartungsgemäß im Laufe des nächsten Jahres zu rechnen.

Mitteilung des IfW Kiel

"Das Nachbesetzungsverfahren für die Präsidentschaft des IfW Kiel läuft planmäßig voran", berichtete das Institut. "Mit einer Entscheidung ist angesichts der Komplexität des Verfahrens und der erforderlichen sorgfältigen Arbeit der Findungs- und der Berufungskommission erwartungsgemäß im Laufe des nächsten Jahres zu rechnen."

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