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Moody's blickt zuversichtlicher auf deutsche Bankenbranche

Die Ratingagentur setzt die Bonitätsaussichten für die Finanzinstitute von 'negativ' auf 'stabil'. Mit großen Kreditausfällen rechnet sie nicht mehr.

Die Frankfurter Skyline | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die Ratingagentur Moody's bewertet die Perspektiven für die deutschen Banken optimistischer als zuletzt. Die Bonitätswächter änderten ihre Einstufung der Bonitätsaussichten für die Branche auf "stabil" von zuvor "negativ".

Moody's fürchtet nun keine großen Kreditausfälle im Zuge der Corona-Krise mehr. "Die Änderung spiegelt vor allem unsere Erwartung wider, dass die Fudamentaldaten der Kredite für deutsche Banken in den kommenden zwölf bis 18 Monaten stabil bleiben werden", erklärte die Ratingagentur.

Die Problemkredite würden lediglich moderat steigen, obgleich die Corona-Hilfen der Regierung auslaufen.

Risikovorsorge für faule Kredite sinkt

Noch im vergangenen Jahr war in der Branche befürchtet worden, dass im Zuge der Corona-Krise eine regelrechte Welle an faulen Krediten auf die Banken zurollen wird. Diese Befürchtungen sind bislang nicht eingetreten. So musste beispielsweise die Deutsche Bank im dritten Quartal deutlich weniger Risikovorsorge für faule Kredite bilden als im Vorjahresquartal.

Deutsche Bank erzielt im dritten Quartal wieder Millionengewinn 

Moody's geht unter anderem davon aus, dass sich die für deutsche Banken sehr wichtigen Wohn- und Gewerbeimmobilien-Kredite weiterhin stabil entwickeln werden.

Aus Sicht der Ratingexperten werden die Gewinne der deutschen Banken zwar weiterhin durch strukturelle Schwächen gebremst. Sich verbessernde Provisionsüberschüsse und Gewinne aus den längerfristigen zielgerichteten Kreditspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) - in der Fachwelt "TLTRO" genannt - unterstützen aber die Ergebnisse vorübergehend.

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