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Ermittlungen gegen Chef der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden vom Tisch

Die Staatsanwaltschaft will die Ermittlungen gegen Stefan Siebert gegen Zahlung einer Geldauflage einstellen. Dem Vorstandschef wurde Untreue vorgeworfen.

Der Standort Bad Salzungen der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden | Foto: VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG

Gegen eine Zahlung von 240.000 Euro will die Staatsanwaltschaft Mühlhausen die Ermittlungen gegen den Vorstandschef der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden, Stefan Siebert, einstellen. Das berichtet das Handelsblatt.

Ermittlungen seit 2018

Die BaFin hatte seine Abberufung unter anderem aufgrund eines Immobiliengeschäfts der Bank aus dem Jahr 2014 gefordert. Siebert, der in das Geschäft verwickelt war, wird vorgeworfen, aus dem Kauf der Immobilie einen persönlichen Vorteil gezogen und so der Bank geschadet zu haben. Seit 2018 ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen in dem Fall wegen des Verdachts auf Untreue.

Durch die Einstellung des Verfahrens kann Siebert wohl im Amt bleiben. Die Finanzaufsicht habe sich am Montag nicht dazu äußern wollen, schreibt das Handelsblatt. Anfragen von FinanzBusiness mit der Bitte um Stellungnahme beantwortete das genossenschaftliche Institut zunächst nicht.

Bank steht hinter Vorstandschef

Dass die Staatsanwaltschaft den Fall zu den Akten legen möchte, war auch Thema auf der Generalversammlung der Bank am Samstag. Ein Sprecher bestätigte dies und ergänzte, das zuständige Landesgericht habe dem zugestimmt. Einwilligen müssen jedoch noch die Beklagten. Was laut dem Anwalt des Aufsichtsrats, Edgar Steinle, als sicher gilt. Auch sei auf der Generalversammlung beschlossen worden, eine Geldbuße im Falle einer Verfahrenseinstellung zu übernehmen.

Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden war in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Zum Beispiel als sie vor rund drei Jahren den Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg als Spezialisten für Fußballfinanzierung verpflichtete.

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