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Taiwans Notenbank straft die Deutsche Bank für Unterstützung von Währungsspekulanten

Das Institut wird von der dortigen Zentralbank für zwei Jahre für den Handel mit Devisenderivaten gesperrt. Andere kommen mit milderen Strafen davon: Neben der Deutschen Bank werden auch Citigroup, ING und ANZ gesperrt.

Die Deutsche Bank in Frankfurt | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Probst

Die Zentralbank in Taiwan hat die Deutsche Bank vom Handel mit Devisenderivaten ausgeschlossen.

Deutschlands größte Geschäftsbank soll eine von mehreren ausländischen Banken gewesen sein, die auf Getreide spezialisierten Firmen geholfen haben, Währungsspekulationen mit Termingeschäfte zu betreiben, so die taiwanesische Zentralbank.Das könnte die Stabilität des taiwanesischen Devisenmarktes beeinträchtigen.

Nun wird dem deutschen Institut der Handel mit lieferbaren und nicht lieferbaren Termingeschäften in Taiwan-Dollar für zwei Jahre untersagt, wie die Notenbank mitteilte.

Auch Strafen für Citigroup, ING und ANZ

Die taiwanesische Zentralbank kann die Firmenkunden der Banken nicht direkt sanktionieren. Daher hat sie die Strafen gegen die Finanzinstitute ausgesprochen. Wie Bloomberg berichtet, hatten sich die Aufseher bereits im November mit zwei Banken geeinigt.

Andere bekamen nun Post von der Zentralbank. So berichtete Reuters am Freitag aus inoffiziellen Quellen, dass diese Briefe mit Strafmaßnahmen an die Deutsche Bank, Citigroup, ING sowie der Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) für ihre Beteiligung an den Spekulationsgeschäften geschickt habe.

Die Niederlassungen von ING und ANZ in Taipeh dürfen demnach für neun Monate keine Termingeschäfte in Taiwan-Dollar abwickeln. Citi wird für zwei Monate vom Handel mit lieferbaren Taiwan-Dollar-Termingeschäften ausgeschlossen. Die Strafen treten heute in Kraft.

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