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SPD fordert gesetzliche Deckelung des Zinses für Dispokredite

Mit der CDU/CSU ist aber solch eine Deckelung nicht zu machen, sagt Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der Union.

Plenarsaal des Bundestags | Foto: dpa Picture Alliance

Die SPD-Bundestagsfraktion hat eine gesetzliche Deckelung der Zinssätze für Dispokredite gefordert mit dem Argument, dass diese seit Jahren übermäßig hoch sind.

In einem Positionspapier, das FinanzBusiness vorliegt, argumentiert die SPD, dass der durchschnittliche Zinssatz, obschon etwas in den vergangenen Jahren gesunken, immer noch zu hoch wäre. "Das zeigt vor allem im Vergleich zum Leitzins der EZB. Der Abstand zum Leitzins der EZB beträgt momentan zehn Prozent. Das ist mehr als vor der Finanzkrise Anfang 2008, als der Abstand acht Prozent betragen hat," heißt es in dem Papier.

Mit dem Leitzins der EZB beziehungsweise mit dem Euribor, der für Ausleihungen zwischen Banken genutzt wird, refinanzieren sich die Institute. Laut der SPD sind die hohen Dispozinsen gerade für Menschen mit niedrigem Einkommen ein Problem. "Gerade diese sind bei unvorgesehenen Ausgaben gezwungen, auf einen Dispokredit zuzugreifen. Ohne ausreichend finanziellen Spielraum verzögert sich die Rückzahlung des Dispokredits. So kann es zu einer Dauerverschuldung kommen, die für die Betroffenen sehr teuer werden kann", heißt es weiter.

Dispozins soll bei sechs Prozent über dem Bezugszinssatz liegen

Vor diesem Hintergrund fordert die SPD eine gesetzliche Deckelung des Dispozinses, und zwar "auf sechs Prozent über dem festzulegenden Bezugszinssatz." Die SPD ließ die Frage offen, welcher Bezugszinssatz - ob EZB-Leitzins oder Euribor - genommen würde.

CDU/CSU lehnt die Forderung ab

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