FinanzBusiness

Credit Suisse will Gewinn in Vermögensverwaltung deutlich steigern

Um die Rendite zu verbessern, investiert die Schweizer Großbank in ihre Kernbereiche. 100 bis 150 Mio. Franken wurden für das Wachstumsprogramm reserviert.

Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER

Die Schweizer Großbank Credit Suisse will im Geschäft mit der Verwaltung von Vermögen deutlich mehr verdienen. Dazu soll kräftig in diejenigen Bereiche investiert werden, die Vermögensverwaltung anbieten.

Ziel ist es, die Marktposition auszubauen. Der jährliche Gewinn vor Steuern in dem Segment soll von derzeit rund 4 Mrd. Schweizer Franken bis 2023 auf 5,0 bis 5,5 Mrd. Schweizer Franken (4,6 Mrd. bis 5,1 Mrd. Euro) steigen, wie die Bank in Zürich anlässlich einer Investorenveranstaltung mitteilte. Das entspreche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund zehn Prozent.

100 bis 150 Mio. Franken werden investiert

Die Kosten der Wachstumsinitativen im Bereich Vermögensverwaltung sollen sich 2021 auf 100 bis 150 Mio. Franken belaufen.

Mit einer "bedeutenden Trendwende" rechnet die Bank im kommenden Jahr im Asset Management. Dort will sie sich auf ihre "strategischen Prioritäten" konzentrieren und gleichzeitig ihre "marktführenden Geschäftsbereiche" ausbauen.

Dabei solle der Fokus auf Nachhaltigkeit vertieft und beim Vertrieb verstärkt auf das Geschäft mit der Vermögensverwaltung gesetzt werden.

Rendite soll steigen

Der Fokus spiegelt sich auch in den Finanzzielen: So strebt die Großbank als mittelfristiges Ziel eine Rendite auf dem regulatorischen Kapital von 20 Prozent bis 25 Prozent in den Vermögensverwaltungs-Geschäftsbereichen an (bisher 20 Prozent) und innerhalb dessen von über 40 Prozent im Asset Management.

Schärfen will die Credit Suisse den Fokus zudem beim Investmentbanking. So soll das Angebot von "Global Trading Solutions" (GTS) vorangetrieben werden. Gleichzeitig soll das Angebot erweitert und in das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen investiert werden.

2021 dürften die Initiativen rund 50 Mio. Schweizer Franken kosten. Im vierten Quartal laufen die Geschäfte im Investmentbanking bisher besser als im vergangenen Jahr.

Erhöhte Ausgaben für IT und Infrastruktur

Weitere Kosten plant die Großbank für die Weiterentwicklung der Infrastruktur. So sollen die IT-Plattformen weiter optimiert und in die Bereiche Cloud und Automatisierung investiert werden. Dies dürfte 2021 etwa 150 bis 200 Mio. Schweizer Franken kosten

Die Kapitalziele für die erste Jahreshälfte 2021 setzt die Credit Suisse herauf: Die CET-1-Kapitalquote soll angesichts der anhaltenden Covid-19-Pandemie "mindestens 12,5 Prozent" betragen - offizielles Ziel ist "rund 12 Prozent". Das mittelfristige Ziel einer Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (RoTE) von 10 bis 12 Prozent bestätigt die Credit Suisse.

Die Bank wird nun zudem weitere Reserven für das Dividendenwachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr bilden, einschließlich für eine Erhöhung der geplanten Dividende für 2020. Zudem bestätigt die Bank die Wiederaufnahme der Aktienrückkäufe im Jahr 2021 von bis zu 1,5 Mrd. Franken (ca. 1,4 Mrd. Euro).

Mehr von FinanzBusiness

Niiio hält an Prognose für 2022 fest

Die Software-as-a-Service-Plattform für Asset und Wealth Management hat die Übernahmen von Patronas und Fixhub verarbeitet und will im laufenden Jahr ein ausgeglichenes bis leicht positives konsolidiertes EBITDA schaffen.

Lesen Sie auch

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen