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Grüne plädieren für staatlichen Girokonten-Vergleich

Der im August gestartete staatlich zertifizierte Girokonten-Vergleich von Check24 muss herbe Kritik einstecken: Zu intransparent, nicht umfassend genug. Sowohl die Grünen als auch die Verbraucherzentrale NRW sehen Nachholbedarf.

Stefan Schmidt, Die Grünen | Foto: Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen

Die Grünen kritisieren den vom Portal Check24 aufgesetzten Girokonten-Vergleich. Die Idee sei zwar gut, aber es fehle an Marktabdeckung, Unabhängigkeit und Vergleichsmöglichkeit, sagte der Finanzpolitiker Stefan Schmidt dem Handelsblatt.

Der staatlich zertifizierte und mit dem TÜV Saarland auf den Weg gebrachte Girokonten-Vergleich von Check24 ist Anfang August gestartet. Ein Interesse anderer Marktteilnehmer, ein ähnliches Produkt auf den Weg zu bringen, gibt es bislang offenbar kaum.

Erste Zertifizierung für Girokonten-Vergleiche steht kurz bevor 

Beim Start standen rund 550 Geldinstitute in der Liste, diese decken laut Check24 80 Prozent des Marktes ab. Aber auch bis heute fehlen nach Informationen des Handelsblatts noch zwei Drittel der deutschlandweit 1700 Institute.

Verwechslungsgefahr zu firmeneigenem Angebot

Besonders kritisch sieht Grünen-Politiker Schmidt die Tatsache, dass es zu Verwechslungen gekommen sei zwischen der staatlich zertifizierten Vergleichswebseite und der Check24-eigenen Seite. Zumindest bewirbt das Unternehmen die TÜV-Seite nicht besonders. Und auch die Verbraucherzentrale NRW hat die Grafik als irreführend abgemahnt.

Check24 versteckt ersten TÜV-zertifizierten Girokonten-Vergleich

 

Weiterhin kritisiert der Grünen-Politiker, dass lediglich ein Girokonten-Modell verglichen wird, entsprechend gering sei der Mehrwert für den Verbraucher.

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