Postbank digitalisiert Verfahren zur Identitätsprüfung bei Krediten

Um sich auszuweisen, soll es für Bestandskunden bei der Kreditvergabe künftig ausreichen, einen Finger aufzulegen – auf ihr Smartphone.
Die Zentrale der Postbank in Bonn | Foto: Postbank
Die Zentrale der Postbank in Bonn | Foto: Postbank

Die Postbank führt ein neues Verfahren zur Identitätsprüfung bei Ratenkrediten ein. Laut Mitteilung des Unternehmens können Bestandskunden einen Vertrag über die Homepage jetzt vollständig digital abschließen. Eine erneute Legitimationsprüfung – etwa per Video – sei nicht notwendig, heißt es.

Bestandsdaten plus Zwei-Faktor-Authentifizierung

Um den Prozess abzukürzen, stützt sich die Bank auf die bereits vorliegenden Daten des Kunden, der dann – in einem zweiten Schritt – die Ausführung der digitalen Signatur mithilfe eines Zwei-Faktor-Freigabeverfahrens bestätigt, zum Beispiel mit einem Fingerabdruck auf seinem Mobiltelefon.

Technisch kooperiert die Postbank für ihren neuen Signaturservice mit dem in Köln ansässigen Bank-Verlag, dessen Geschäftsführer Michael Eichler betont, dass zunächst "etliche regulatorische Hürden aus dem Weg geräumt" werden mussten. Jetzt sei der Prozess aber "Real Time und voll skalierbar".

Guido Wrede, Bereichsleiter Konsumentenfinanzierung bei der Postbank, sieht darin nur Vorteile – und die Bank selbst als Branchenpionier. "Insbesondere in der aktuellen Krisenzeit ist es für unsere Kunden von großer Bedeutung, dass ihre Bank sie mit einfachen und gleichzeitig sicheren digitalen Prozessen unterstützt", wird er in der Mitteilung zitiert. "Wir sind froh, hier schnell reagieren zu können und bieten als erste Bank in Deutschland diesen kundenfreundlichen Service an."

Das Feature richtet sich ausschließlich an Privatkunden mit Online-Banking-Zugang.

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