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Deutschlandchef von Arabesque weist Vorwürfe gegen die Gruppe zurück

Matthias Hübner, neuer Deutschlandchef der Arabesque-Gruppe, wehrt sich im Gespräch mit der Börsen-Zeitung gegen den Vorwurf der Intransparenz.

Logo von Arabesque S-Ray | Foto: Arabesque S-Ray

Der neue Deutschlandchef der Arabesque-Gruppe Matthias Hübner hat in der Börsen-Zeitung Vorwürfe gegen seinen neuen Arbeitgeber zurückgewiesen, dieser betreibe Greenwashing und sei intransparent im Hinblick auf potenziell dubiose Geschäfte.

Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung (SZ) unter anderem über die fehlende Transparenz von Arabesque S-Ray im Hinblick auf die Geschäfte von Daniel Wruck, eines Vertrauten des Arabesque-CEO Omar Selim berichtet.

Wruck soll laut SZ im Verborgenen agieren und beste Kontakte insbesondere in die Golfstaaten unterhalten, er agiere für die Gesellschaft als Türöffner. Als Berater des Baukonzerns Bilfinger sei Wruck 2015 der Compliance-Abteilung unangenehm aufgefallen, die vor einer weiteren Zusammenarbeit gewarnt habe.

Hübner weist Vorwürfe zurück

Hübner sagte der Börsen-Zeitung nun, Wruck habe nichts nachgewiesen werden können, wie die SZ selbst schreibe. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Auch den Vorwurf der Intransparenz will er nicht gelten lasen. Arabesque habe sich anfangs sehr offen gezeigt. Erst angesichts zunehmend harter Vorwürfe der SZ sei man von der kooperativen Linie abgewichen.

Dass der frühere Vizekanzler Philipp Rösler als Mitglied im Advisory Board von S-Ray und nicht etwa, wie früher einmal auf der Homepage aufgeführt, als Board Member agiere, habe Verwirrung gestiftet, dürfe aber nicht als Zeichen einer Absetzbewegung des Ex-FDP-Politikers gewertet werden, so Hübner. Rösler sei früher wie heute in beratender Funktion aktiv. Im Mai ist auch der einstige Co-CEO der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, dem Beirat von S-Ray beigetreten.

Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung stellte Hübner zudem die weiteren Pläne des Frankfurter Anbieters von Nachhaltigkeitsdaten vor. Arabesque S-Ray plane seine Datenplattform auszubauen, um künftig auch Informationen von nicht gelisteten Unternehmen anbieten und in seine Ratings einfließen lassen zu können. Aktuell deckt die Gesellschaft gut 8.000 börsennotierte Unternehmen ab. Dabei trägt S-Ray Unternehmensdaten zu Umwelt-, sozialen und Governance-Kriterien mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammen. Nun soll die Datensammlung beispielsweise auch über alternative Assetklassen wie Private Equity und Private Debt erweitert werden.

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