FinanzBusiness

TrustBills kooperiert mit Lufthansa Industry Solutions

Das Fintech TrustBills will Unternehmen eine digitale Alternative für Akkreditive von Banken bieten. Jetzt bekommen die Hamburger Unterstützung von der IT-Beratung der Lufthansa.

Cargo-Flieger im Anflug auf Frankfurt, daneben zwei Maschinen der Lufthansa | Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa

Um sich bei Lieferungen ins Ausland abzusichern, verlangen Exporteure von ihren Kunden oft sogenannte Akkreditive. Das Hamburger Fintech TrustBills Marketplace GmbH will diesen komplizierten Prozess digitalisieren und hat dafür jetzt den IT-Dienstleister Lufthansa Industry Solutions GmbH & Co. KG (LHIND) als Partner gewonnen. Das gaben beide Unternehmen am Dienstag (8. September) bekannt.

Zahlungsströme automatisieren

LHIND stellt die technische Infrastruktur, TrustBills den automatisierten Zahlungsdienst. Bei einem Akkreditiv zahlt der Importeur den Kaufbetrag bei einer lokalen Bank ein und fordert Dokumente des Exporteurs als Bedingung zur Freigabe des Geldes. Erfüllt der Exporteur diese Bedingungen, überweist die Hausbank das Geld.

Mit der Unterstützung der Lufthansa Industry Solutions wollen wir perspektivisch eine Alternative für das dokumentäre Geschäft in der Außenhandelsfinanzierung, insbesondere aber für Akkreditive etablieren.

Jörg Hörster, Gründer und Geschäftsführer von TrustBills

"Mit der Unterstützung der Lufthansa Industry Solutions wollen wir perspektivisch eine Alternative für das dokumentäre Geschäft in der Außenhandelsfinanzierung, insbesondere aber für Akkreditive etablieren", erklärt Jörg Hörster, Gründer und Geschäftsführer von TrustBills.

Zahlungen werden zunächst eingefroren

Im- und Exporteure sollen künftig über TrustBills einen Zahlungsplan vereinbaren können, bei dem die Auszahlung an bestimmte Faktoren gebunden ist: den zurückgelegten Weg, Gefahrenübergänge oder ob beim Transport Temperatur, Luftdruck oder Feuchtigkeit innerhalb bestimmter Grenzen geblieben sind.

Vor der Lieferung zahlt der Importeur den vereinbarten Rechnungsbetrag auf ein sogenanntes "Freeze"-Konto ein. An der Fracht ist ein Transponder angebracht, ein sogenanntes "Internet of Things"-Device (IoT).

Sobald das System meldet, dass alle Auszahlungsbedingungen erfüllt sind, überweist TrustBills das Geld vom Freeze-Konto auf das hinterlegte Bankkonto des Exporteurs – vollautomatisch und unabhängig von Banken.

"Mit unserer Erfahrung und dem technischen Know-how sind wir in der Lage, auch bei Luftfracht zuverlässig die Transportbedingungen sowie den Zustand der transportierten Waren zu erfassen und zu übermitteln", sagt Bernd Appel, Managing Director der LHIND.

Dieser Beitrag hat Ihr Interesse geweckt: Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an.

Mehr von FinanzBusiness

"Wochenendtermine gehören zu meinem Job dazu", sagt Birgit Cischek

Birgit Cischek ist als Vorstandsvorsitzende eine Exotin der hiesigen Sparkassen-Landschaft. Im Gespräch mit FinanzBusiness blickt sie auf ihre Karriere zurück und erklärt, wie sich der Sprung vom stellvertretenden Vorstandsmitglied in den Vorstand von dem zur Vorstandsvorsitzenden unterschieden hat.

Lesen Sie auch

Trial banner

Neueste Nachrichten

Finanzjob