FinanzBusiness

Hohe Kosten und Risikovorsorge drücken Gewinn der ING im zweiten Quartal 2022

Der Nettogewinn der niederländischen Bank sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro.

Steven van Rijswijk, CEO der ING. | Foto: picture alliance / ANP | "Evert Elzinga"

Hohe Kosten und die Risikovorsorgen belasten den Gewinn der größten niederländischen Bank ING. Der Nettogewinn sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro.

”Der Rückgang in der Leistung der ING im zweiten Quartal war von der anhaltenden politischen Unsicherheit und vom Druck auf die globale Wirtschaft geprägt”, erklärte Bankchef Steven van Rijswijk in einer Mitteilung.

Risikovorsorge von gut 200 Mio. Euro

Das Geldhaus bildete vor dem Hintergrund negativer Indikatoren in der Wirtschaft im zweiten Quartal eine Risikovorsorge in Höhe von 202 Mio. Euro. Im ersten Quartal hatte das Geldhaus viermal so hohe Rückstellungen, in Höhe von 987 Mio. Euro, für ihre russischen Kredite gebildet.

Das Kreditbuch der ING wuchs im abgelaufenen Quartal um 4,3 Prozent auf 641 Mrd. Euro. Damit erhöhte sich der Provisionsüberschuss des Instituts um 3,9 Prozent auf 888 Mio. Euro. Die Kosten stiegen dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf 2,73 Mrd. Euro. Van Rijswijk bezeichnete den Kostenanstieg ”weit unter der Inflation.”

Die deutsche Tochter der ING war eine der ersten Banken in Deutschland, die nach der Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli ihren Privatkunden wieder Zinszahlungen versprochen hatte. Ab dem 1. August zahlt die Bank ihren Kunden Zinsen von bis zu 1,5 Prozent.

ING Deutschland zahlt ihren Privatkunden wieder höhere Zinsen

Mehr von FinanzBusiness

Fünf Millionen Datensätze werden bei der IT-Fusion umgestellt

Im Januar sind die Sparkassen Worms-Alzey-Ried und Mainz juristisch verschmolzen, jetzt kommt die technische Fusion. Die Institute haben dabei Experten des zentralen IT-Dienstleisters Finanz Informatik im Boot. Die größte Herausforderung ist die Umstellung im laufenden Geschäftsbetrieb.

Neue Mitarbeitende verzweifelt gesucht

Der Fachkräftemangel trifft auch die Finanzbranche mit voller Wucht: Laut einer Erhebung haben Banken in Deutschland im ersten Halbjahr mehr als 65.000 offene Stellen ausgeschrieben, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen