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Hufeld-Nachfolge zieht sich hin

Wenn Felix Hufelds Zeit als Chef der BaFin in zwei Wochen endet, wird laut einem Medienbericht wohl noch kein Nachfolger bereitstehen. Eine Interimslösung bahnt sich an.

Wer wird in Zukunft die Jahres-Pressekonferenz der BaFin leiten? | Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

Die Suche nach einem Nachfolger - oder einer Nachfolgerin - für den scheidenden Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Felix Hufeld war bislang wohl nicht besonders erfolgreich. Wie die Börsen-Zeitung berichtet, wird es wohl noch ein bis zwei Monate dauern, bis eine Liste mit einer engeren Auswahl an Personen erstellt werden kann.

Deshalb strebt die Finanzaufsicht nun eine Interimslösung an, heißt es in dem Artikel weiter. Demnach soll Raimund Röseler übergangsweise die Leitung übernehmen. Der 50-Jährige ist dienstältestes Direktoriumsmitglied und seit Juni 2011 Exekutivdirektor der Bankenaufsicht.

Dass Röseler es am Ende auch offiziell wird, gilt als unwahrscheinlich, da in seinen Zuständigkeitsbereich die Insolvenz des Zahlungsdienstleisters Wirecard gefallen ist.

Gerüchte um Nachfolge

Ende Januar wurde Hufelds mehr oder minder unfreiwilliger Rücktritt verkündet, nicht zuletzt der Wirecard-Skandal hatte ihn seinem Job gekostet.

Felix Hufeld folgte stets dem Protokoll

Ihm folgte auch seine Stellvertreterin Elisabeth Roegele, sie trat noch am gleichen Abend zurück. Sie wird Ende April aus der Behörde ausscheiden.

Hufeld und Roegele könnten noch bis ins Frühjahr bei BaFin im Amt bleiben

Um die Nachfolge an der Spitze der Finanzaufsicht rankten sich zuletzt wilde Gerüchte von Ex-Wirecard-CEO James Freis bis Staatssekretär Jörg Kukies.

Kukies, Freis oder ein interner Kandidat gehören zu möglichen Hufeld-Nachfolgern

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