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Zwei Fintech-Gründungen pro Woche in Deutschland

Trotz des neuen Rekordwerts erfuhr das Wachstum in 2019 einen leichten Dämpfer, zeigt eine Studie der Comdirect.

Ausschnitt aus der Studie von Comdirect gemeinsam mit Barkow Consulting und dem Main Incubator.

Der deutsche Fintech-Sektor befindet sich weiter auf Expansionskurs. Erstmals gibt es in Deutschland mehr als 900 Finanz-Startups. Allerdings hat sich das Tempo der Neugründungen in 2019 gegenüber 2018 verlangsamt, zeigt eine Studie von Comdirect gemeinsam mit Barkow Consulting und dem Main Incubator.

Mit 105 Gründungen in 2019 liegt die Anzahl 17 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr, als 141 Gründungen erfasst worden waren.

Über ein Jahrzehnt nach Aufkommen der ersten deutschen Fintechs werden aktuell immer noch mehr als zwei neue Fintech-Startups pro Woche gegründet. Der Innovationsdruck auf den Finanzsektor bleibt damit trotz des leicht rückläufigen Wachstums hoch.

Matthias Hach, Bereichsvorstand Comdirect, Marketing & Digital Banking Solutions, Commerzbank AG

"Über ein Jahrzehnt nach Aufkommen der ersten deutschen Fintechs werden aktuell immer noch mehr als zwei neue Fintech-Startups pro Woche gegründet. Der Innovationsdruck auf den Finanzsektor bleibt damit trotz des leicht rückläufigen Wachstums hoch", so Matthias Hach, Bereichsvorstand Comdirect, Marketing & Digital Banking Solutions bei der Commerzbank AG, in einer Mitteilung.

Investment-Start-ups mit stärkstem Wachstum

Investment-Start-ups wiesen 2019 das stärkste Wachstum aller Top-Fintech-Kategorien auf. Insgesamt stellen die Sektoren Proptech (203) und Finance (189) weiterhin die mit Abstand wichtigsten Kategorien dar. Der stärkste Wachstums-Rückgang macht sich hingegen bei Blockchain-Start-ups bemerkbar, die insgesamt nur noch um eines zulegen konnten.

Investitionssumme insgesamt rückläufig

Erstmals seit Beginn der Fintech-VC-Erhebungen im Jahr 2012 erreichte die Summe der Investments keinen neuen Höchstwert. Bis Ende September 2020 wurden 953 Mio. Euro investiert. Das sind 29 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres (1,3 Mrd. Euro), heißt es in der Mitteilung.

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