Banken in London wollen Boni-Deckel beenden – Deutsche Bank außen vor

Nach Goldman Sachs erwägen offenbar weitere britische und US-amerikanische Banken, den Deckel ”zu lüften”. Die Deutsche Bank darf das nicht, denn in der EU sind Boni weiterhin gedeckelt. 
Skyline von London | Foto: picture alliance / empics | Yui Mok
Skyline von London | Foto: picture alliance / empics | Yui Mok

Nach Goldman Sachs könnten bald weitere Banken in London den Boni-Deckel lüften. Wie die ”FAZ” berichtet, liebäugeln damit JP Morgan ­Chase, Morgan Stanley, Citigroup sowie HSBC.

In der EU besteht dieser Boni-Deckel noch - das ist auch der Grund, weshalb ihn Banken auf der ”Insel” noch haben. Die britische Regierung hat dieses EU-Relikt allerdings abgeschafft. Der britische Gewerkschaftsbund TUC läuft Sturm gegen die Ende 2023 beschlossene Deckel-Aufhebung.

London hebt Boni-Deckel für Banker auf - Forscher fordern das auch für die EU

In der EU ist die variable Vergütung auf maximal 200 Prozent des Grundgehalts begrenzt.

Bei Goldman Sachs in London dürfen erfolgreiche Investmentbanker nun sehr viel höhere Boni erhalten, in guten Jahren bis zum 25-Fachen des Fixgehalts. Faktisch läuft es wohl auf geringere Grundgehälter und eher höhere Boni hinaus, berichtet das Blatt. 

Die Boni-Obergrenze hat sich als untauglich erwiesen

Die Deutsche Bank beschäftigt in London mehr als 6000 Banker, muss sich aber als in der EU ansässiges Geldinstitut an die Brüsseler Regeln halten, die seit 2014 gelten, etwa auch für BNP Paribas. Allerdings hatte ein Studie im vergangenen Jahr aufgezeigt, dass der Boni-Deckel nicht dazu geführt habe, dass Banker weniger Risiken eingehen. 

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