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Ex-Wirecard-Chef Braun muss bald in Untersuchungsausschuss

Der Österreicher ist für November geladen - genau wie andere prominente Zeugen.

Markus Braun, Ex-CEO von Wirecard, bei einer Pressekonferenz im April 2019. | Foto: picture alliance / AP Photo

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun soll noch im November einem Untersuchungsausschuss des Bundestages Rede und Antwort stehen. Er soll neben weiteren ehemaligen Aufsichtsräten und Vorständen des insolventen Dax-Unternehmens am 19. November von den Abgeordneten befragt werden, wie am Donnerstag Vertreter von Opposition und Koalition in Berlin bestätigten.

Die Staatsanwaltschaft sieht in Braun einen Hauptverantwortlichen für "gewerbsmäßigen Bandenbetrug", bei dem die Wirecard-Chefetage über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht haben soll, um das Unternehmen über Wasser zu halten und Kredite zu erschwindeln. Auf diese Weise sollen Banken und Investoren um bis zu 3,2 Mrd. Euro geprellt worden sein.

Ich würde Herrn Braun auch im Pyjama vorführen lassen, wenn dies nötig wäre.

Fabio De Masi, Die Linke

"Ich würde Herrn Braun auch im Pyjama vorführen lassen, wenn dies nötig wäre", sagte der Linken-Politiker Fabio De Masi.

Er schulde der Öffentlichkeit Antworten, sagte Florian Toncar von der FDP: "Außerdem geht es ja um die Frage, ob Wirecard politisch geschützt wurde."

Das sind die treibenden Kräfte im Wirecard-Untersuchungsausschuss

Der Untersuchungsausschuss im Bundestag soll den Bilanzskandal um aufarbeiten. Die Abgeordneten wollen auch eine Reihe prominenter Politiker als Zeugen befragen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Ex-CFO aus Haft entlassen

Im Sommer hatte der Münchner Konzern Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Nach dem Bilanzskandal wurden Braun sowie weitere Manager im Sommer in U-Haft genommen. Nach dem ehemaligen Vorstandsmitglied Jan Marsalek fahndet die Polizei weiterhin.

Der ehemalige Finanzvorstand wurde hingegen diese Woche aus der Haft entlassen.

Wirecards Ex-Finanzvorstand aus der Haft entlassen

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