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Aktienmuffeln fehlt es an Wissen über die Börse

Anleger investieren laut einer Ebase-Studie am liebsten in Aktien und aktive Investmentfonds, getrieben werden sie vom Wunsch nach einem langfristigen Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Wer nicht an die Börse strebt, kennt sich dort meist auch nicht gut aus. 

Bulle und Bär vor der Frankfurter Wertpapierbörse. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Aktuell legt über ein Drittel der Deutschen (37 Prozent) ihr Geld am Aktienmarkt an - das sind immerhin 9 Prozent mehr als noch im Jahr 2019. Tendenz steigend: Rund weitere 17 Prozent planen, an der Börse zu investieren. Das sind Ergebnisse einer Studie von Ebase, für die 1.000 Privatpersonen repräsentativ befragt wurden.

Dabei hat die Corona-Pandemie die neue Aktienlust befördert. Rund 36 Prozent geben an, die Pandemie genutzt zu haben, um sich mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen.

Bei den gewählten Investments nehmen Aktien und aktive Investmentfonds die Spitzenplätze ein. Auf Rang drei folgen bereits Exchange Traded Funds (ETFs), die gegenüber 2019 stark zulegen konnten. Weniger gefragt sind hingegen Zertifikate und Derivate.

Aktienhandel auf dem Sofa

Zum Bild des couchsurfenden Anlegers passt, dass einem Großteil der Befragten vor allem Online-Banking am Computer oder Laptop (sehr) wichtig sind, 59,7 Prozent finden eine App zum Handeln sehr wichtig. Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten vor Ort sucht allerdings auch noch mehr als die Hälfte (57,3 Prozent), 44,2 Prozent der Befragten wünschen sich digitale Kontakt- und Beratungsangebote.

"Sehr positiv ist, dass der langfristige Vermögensaufbau und die Altersvorsorge am häufigsten als Grund für die Wertpapieranlage genannt werden. Das deutet darauf hin, dass wir es nicht mit einem kurzfristigen Trading-Phänomen zu tun haben", sagt Kai Friedrich, CEO von Ebase.

Sehr positiv ist, dass der langfristige Vermögensaufbau und die Altersvorsorge am häufigsten als Grund für die Wertpapieranlage genannt werden.

Kai Friedrich, CEO von Ebase.

Außerdem wurden von den Befragten der Inflations- und der Krisenschutz als wichtigste Entscheidungskriterien für eine Anlage in Wertpapieren genannt.

Die Umfrage zeigt aber auch, warum die Gruppe der Aktienmuffel mit 25 Prozent noch recht hoch ist: 47,6 Prozent gaben an, ihnen fehle das Wissen um Aktienanlagen, 32 Prozent sagten, sie hätten dafür schlicht kein Geld übrig.

Vielen ist aber auch das Risiko zu hoch (36,7 Prozent), einige finden bei ihrer Bank bislang keine entsprechenden Anlagen (23,5 Prozent) und ein knappes Viertel will sich in der Freizeit einfach nicht mit dem Thema Geldanlage befassen (24 Prozent).

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