Deutsche Bank verlegt die Hauptversammlung 2021 komplett ins Netz

Wegen der Corona-Pandemie findet die Hauptversammlung des Instituts in diesem Jahr rein digital statt. Erstmals wird die gesamte Veranstaltung, einschließlich der Generaldebatte und der Abstimmungen, öffentlich zugänglich live im Internet übertragen.
Stefan Simon, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank | Foto: picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON
Stefan Simon, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank | Foto: picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON
dpa, Ulrike Barth

Die Hauptversammlung der Deutschen Bank findet auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie digital statt. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Einladung zu dem Aktionärstreffen am 27. Mai hervor.

Erstmals wird die gesamte Veranstaltung, einschließlich der Generaldebatte und der Abstimmungen, öffentlich zugänglich live im Internet übertragen. Aktionäre, die ihre Fragen vorab ordnungsgemäß eingereicht haben, können demnach während der Generaldebatte dazu Nachfragen stellen.

"Wir werden unseren Aktionären ermöglichen, sich mit Redebeiträgen in die live übertragene Hauptversammlung einzubringen", erläuterte Vorstandsmitglied Stefan Simon.

Nach der Nullrunde 2019 erhalten die Aktionäre wie bereits angekündigt auch für das vergangene Geschäftsjahr keine Dividende. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Deutschlands größtes Geldhaus weiterhin eine Gewinnausschüttung an.

Dividende geplant

Die Deutsche Bank beabsichtige, ab 2022 für das Geschäftsjahr 2021 wieder Kapital an die Aktionäre zurückzugeben, "sofern die Strategie erfolgreich umgesetzt ist und die Aufsichtsbehörden zustimmen", erklärte das Institut.

Nach fünf Verlustjahren in Folge und einem tiefgreifenden Konzernumbau seit 2019 hatte die Deutsche Bank ausgerechnet im Corona-Krisenjahr die Trendwende geschafft. Der angestrebte Vorsteuergewinn fiel 2020 mit etwas über 1 Mrd. Euro noch besser aus als vom Vorstand erwartet und auch unter dem Strich standen schwarze Zahlen: Die Bank wies 624 Mio. Euro Überschuss aus.

Neues Aufsichtratsmitglied wird gewählt

Auf der Hauptversammlung soll zudem Volkswagen-CFO Frank Witter anstelle von Alexander Schütz in den Aufsichtsrat gewählt werden. Schütz war im Zuge des Wirecard-Skandals unter Druck geraten ist, weil er an Ex-Wirecard-Chef Markus Braun in einer Email über die Financial Times geschrieben hatte, Braun solle "die Zeitung fertigmachen".

Von seinen Äußerungen hatte sich die Deutsche Bank distanziert, in der Folge entschied sich Schütz schließlich, sein Mai Amt niederzulegen.

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