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Deutsche Bank zahlt Investmentbankern 274 Millionen Euro mehr an Boni in 2020

Der Topf der variablen Vergütung verteilt sich zudem wegen interner Umstrukturierung auf weniger Köpfe.

Handelssaal der Deutschen Bank | Foto: Deutsche Bank

(Aktualisierte Fassung: Details zu den Top-Verdienern)

Die Investmentbanker der Deutschen Bank haben für Jahr 2020 deutlich höhere Bonuszahlungen erhalten als noch 2019. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.

Demnach erhielten die in Vollzeitstellen umgerechnet 4258 Mitarbeiter im Investmentbanking 876 Mio. Euro an variabler Vergütung. Im Vorjahr waren es 602 Mio. Euro. Zudem sank die Zahl der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs durch eine interne Umgruppierung von Angestellten, die Back-Office-Tätigkeiten verrichten.

Das Management um Vorstandschef Christian Sewing und Finanzvorstand James von Moltke hatte bereits zuvor angekündigt, die Investmentbanker besser entlohnen zu wollen. Sie hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass Deutschlands größte Geschäftsbank 2020 nach fünf Verlustjahren in Folge wieder einen Vorsteuergewinn von 1 Mrd. Euro einfahren konnte.

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Auf die Investmentbanker entfällt der Löwenanteil der variablen Vergütung. Über alle Bereiche hinweg betrug er 2020 bei der Deutschen Bank 1,86 Mrd. Euro, 2019 waren es 1,44 Mrd. Euro.

684 der (in Vollzeitstellen) 84.659 Mitarbeiter verdienten laut dem Geschäftsbericht mehr als 1 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor lag die Zahl der Einkommensmillionäre noch bei 583 Mitarbeitern.

So lag das Gesamtgehalt bei 333 Angestellten zwischen 1,0 und 1,5 Mio. Euro. Bei einem Topverdiener lag das Gehalt zwischen 10 und 11 Mio. Euro.

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