Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern müssen Spitzengehälter offenlegen

Die rot-rote Landesregierung hat eine Änderung des Sparkassen-Gesetzes auf den Weg gebracht. Dieses sieht auch einen höheren Frauenanteil vor. 
Heiko Geue (SPD), Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern | Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Heiko Geue (SPD), Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern | Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner

Finanzminister Heiko Geue (SPD) sagte nach einem Bericht des NDR, er setze damit Zusagen für mehr Transparenz um. 

Das Land verpflichtet die Vorstände der Sparkassen noch in diesem Jahr, über ihre Bezüge zu informieren - was für die Landesunternehmen bereits seit 2016 gilt. Allerdings müssen sie nur Angaben zur Gesamtvergütung des kompletten Vorstandes machen. Der besteht meist aus einem Chef oder einer Chefin und einem Stellvertreter.

Die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin macht das bereits jetzt, denn sie hat als einzige in ”MeckPomm” drei Vorstandsmitglieder und muss laut Handelsgesetzbuch schon jetzt die Gehälter veröffentlichen - insgesamt sind es rund 1,2 Mio. Euro. 

Minister warnt vor Neiddebatte

Geue begründete die Transparenzpflicht mit dem Hinweis, dass auch Sparkassen als kommunale Unternehmen im öffentlichen Auftrag handelten. Deshalb habe die Öffentlichkeit einen Anspruch darauf, zu erfahren, was in den Chefetagen verdient werde. Mit dieser Pflicht zur Veröffentlichung sollten auch Auswüchse verhindert werden. Geue warnte laut NDR aber auch vor einer Neiddebatte. Sparkassen-Vorstände müssten als Fachleute in ihrer Branche gut bezahlt werden. 

Mehr Frauen an die Spitze

Mit dem geänderten Sparkassengesetz will das Land auch dafür sorgen, dass der Frauenanteil in den Vorstandsetagen und Aufsichtsgremien steigt. 

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