Die Bauzinsen nähern sich wieder der Vier-Prozent-Schallmauer

Nach Auswertungen von Interhyp lagen die Zinsen Ende Februar im Schnitt bei 3,85 Prozent. Im Jahresverlauf soll der Zins nach Einschätzung des Baufinanzierers zwischen 3,5 und vier Prozent pendeln.
Der Hausbau wird immer teurer. | Foto: picture alliance / Zoonar | scusi
Der Hausbau wird immer teurer. | Foto: picture alliance / Zoonar | scusi

Zunächst ging es im vergangenen Monat mit den Bauzinsen für zehnjährige Darlehen Ende etwas abwärts. Ende Februar rückte aber die Marke von vier Prozent wieder in Reichweite: Die Zinsen liegen aktuell bei rund 3,85 Prozent. Das hat Interhyp ermittelt.

Darlehenshöhe und Zinsbindungen sinken für Häuslebauer

Vier-Prozent-Mauer wird wohl nicht geknackt

Nach Einschätzung des Baufinanzierers müssen sich mögliche Kreditnehmer im März und im weiteren Jahresverlauf 2023 auf schwankende Zinsen in einem Korridor zwischen drei und vier Prozent einstellen. Die Vier-Prozent-Schallmauer wird demnach aber wohl nicht geknackt.

”Seit Monaten beobachten wir stark schwankende Zinsen”, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp, in einer Mitteilung. 

Die nach wie vor hohe Inflation zwinge die Notenbanken weiterhin zu einer restriktiven Geldpolitik. Das wiederum treibe die Renditen für Staatsanleihen und damit die Zinsen für Baufinanzierungen in die Höhe. 

”Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der straffen Zinspolitik der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank EZB könnten sich als verfrüht erweisen“, sagt Mohr. ”Die Inflation lässt sich nicht so schnell vertreiben“, vermutet die Privatkundenchefin.

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