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Greensill zahlte Cameron als Lobbyist ein Millionengehalt

Der ehemalige britische Premierminister verdiente für seine Beratertätigkeit bei dem zusammengebrochenen Unternehmen weit mehr als er als Premierminister erhielt.

David Cameron, der ehemalige britische Premierminister | Foto: picture alliance / INFOPHOTO | RAVAGLI

Der ehemalige britische Premierminister David Cameron hat für seine Tätigkeit als Lobbyist für Greensill Capital der "Financial Times" zufolge ein Jahresgehalt von mehr als 1 Mio. Dollar erhalten. Nach Angaben von zwei mit der Sache vertrauten Personen erhielt er sein Gehalt für eine Beratungstätigkeit von 25 Tagen pro Jahr, damit verdiente er mehr als 40.000 Dollar pro Tag.

Die Bemühungen, dem mittlerweile zusammengebrochenen Unternehmen Notfall-Kredite durch sein Lobbying zu sichern, blieben weitgehend erfolglos und führten laut der Financial Times zum größten Lobbying-Skandal seit einer Generation.

In der Folge musste auch die Bremer Greensill Bank Insolvenz anmelden. Sparer und institutionellen Anlegern entstand so ein Schaden von rund 3 Mrd. Euro.

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Cameron hatte vor Unterhausabgeordneten, die den Greensill-Skandal untersuchten, im Mai zugegeben, dass er "einen großzügigen jährlichen Be­trag" erhielt, "weit mehr, als ich als Premierminister verdient habe". Unter dem Verweis auf eine "private Angelegenheit" verweigerte er zu diesem Zeitpunkt jedoch,  die genaue Summe zu nennen. 

Camerons Gehalt machte ihn nach mit den Gehaltszahlungen vertrauten Personen zu einem der höchstbezahlten Mitarbeiter von Greensill, schreibt die Financial Times. Der Leiter des amerikanischen Geschäfts bei Greensill, ein Banker mit 25 Jahren Erfahrung, verdiente nur knapp über 400.000 Dollar.

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