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M.M. Warburg & CO und das Bankhaus von der Heydt kooperieren bei Verwahrung von digitalen Assets

Die Hamburger Privatbank kooperiert zur Verwahrung des Security Token bei der Vonovia-Transaktion mit dem digitalaffinen Bankhaus von der Heydt. Gemeinsam will man in Zukunft auch institutionelle Investoren auf die Blockchain locken.

Blockchain (Symbolbild) | Foto: picture alliance / Bildagentur-online/McPhoto | Bildagentur-online/McPhoto

Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg & CO verwahrt die kürzlich von der Vonovia SE emittierte tokenisierte Namensschuldverschreibung VNA1 beim Bankhaus von der Heydt. Die beiden Privatbanken gaben zudem eine exklusive Vereinbarung über die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten bekannt, die über das Pilotprojekt hinaus geht.

M.M. Warburg beteiligt sich als Investor an digitaler Schuldverschreibung von Vonovia 

Die Warburg-Bank trat bei der Transaktion mit Vonovia als exklusiver Investor auf und möchte nun die Vorteile der Technologie nun institutionellen Kunden näherbringen. "Die Tokenisierung wird das Angebot von Finanzprodukten und -services erheblich erweitern und strukturell verändern", betont Joachim Olearius, Sprecher der Partner der Warburg Bank, in einer Mitteilung.

Die Tokenisierung wird das Angebot von Finanzprodukten und -services erheblich erweitern und strukturell verändern

Joachim Olearius, Sprecher der Partner der Warburg Bank in einer Mitteilung

"Wir erwarten in naher Zukunft eine deutlich steigende Anzahl von ähnlichen Emissionen renommierter Unternehmen", ergänzt Sascha Schmidt, Leiter FX und Fixed Income von M.M.Warburg & CO, der das Vonovia-Projekt verantwortet hat. 

Anbindung an bestehende Systeme

Die gemeinsam mit dem Bankhaus von der Heydt erarbeitete Lösung ermöglicht es nun erstmalig, die IT-Systeme der beiden Institute mit Beständen auf der Blockchain zu verbinden. Dabei agiert das Bankhaus von der Heydt als Kryptoverwahrer und liefert über standardisierte Schnittstellen Walletbestände direkt an das IT-System der Warburg Bank.

Investoren sollen dabei bestehende Systeme weiter nutzen können, da auch eine Anbindung an WM Daten inklusive ISIN und Kursversorgung gewährleistet ist.

"Wir sind überzeugt davon, dass digitale Vermögenswerte in Zukunft eine immer größere Bedeutung erlangen werden", sagt Philipp Doppelhammer, COO beim Bankhaus von der Heydt. Das Bankhaus hat sich auf digitale Vermögenswerte spezialisiert und bietet als Vollbank anderen Banken und institutionellen Kunden entsprechende Lösungen an.

Gemeinsam mit Blocksize Capital hat man bereits ein Pilotprojekt für eine Handelsplattform gestartet, die sich an institutionelle Anleger wie Fonds, Vermögensverwalter und Family Offices richtet.

Bankhaus von der Heydt setzt auf Kryptohandel 

"Viele Marktteilnehmer beschäftigen sich bereits heute intensiv mit der Thematik, sind aber oftmals aufgrund regulatorischer oder auch technischer Bedenken noch zurückhaltend. Wir ermöglichen es, gemeinsam mit uns als Bank in den Markt hineinzuwachsen."

Viele Marktteilnehmer beschäftigen sich bereits heute intensiv mit der Thematik, sind aber oftmals aufgrund regulatorischer oder auch technischer Bedenken noch zurückhaltend.

Philipp Doppelhammer, COO beim Bankhaus von der Heydt in einer Mitteilung

Begleitet wurde die Vonovia-Transaktion rechtlich von der Kanzlei Eversheds Sutherland. Auch dort erwartet man, dass Emissionen von Schuldverschreibungen auf der Blockchain künftig eine bedeutende Rolle am Kapitalmarkt spielen werden.

"Ein Schritt wie dieser zeichnete sich lange ab", betont Thomas Tüllmann, Counsel im Hamburger Büro von Eversheds Sutherland. "Die Frage war, welche Bank ihren Kunden als erste ein digitales Finanzprodukt anbieten würde, dass die Vorteile der Tokenisierung nutzt." Die Warburg Bank habe sich bei der Vonovia-Transaktion als Pionier erwiesen. "Denn die Nutzung von Token wird den Finanzmarkt der Zukunft technologisch prägen und damit auch die Rechtsberatung von Banken und Finanzdienstleistern nachhaltig beeinflussen", ist Tüllmann überzeugt.

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